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 Anwesen der Kodama

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BeitragThema: Re: Anwesen der Kodama   Di Jun 14, 2011 4:26 pm

Liebevoll kümmerte sich Inari um Tamaki, sagte ihm, dass es nicht weiter schlimm sei, da es ihr ja gestern genau so gegangen wäre und sie damit nun quitt seien. Sie stillte seinen Durst, hielt seine Hand und war für ihn da. Angesichts seines Blickes, schien sie sogar kurz traurig gestimmt zu sein, aber doch war Tamaki im Innern noch immer über sich selbst erzürnt. Inaris Reaktion auf den Vorschlag Essen zu gehen, verbesserte dies nicht wirklich. "Jetzt? Leg dich hin, ich sehe zu, dass ich etwas Zucker für dich finde, damit dein Hirn wieder anständig arbeitet..." Jetzt behandelte sie ihn so, als würde er wirres Zeug reden, war es denn so abwegig etwas mit ihr Essen gehen zu wollen?! War die Vorstellung so abwegig, so verrückt? War er deshalb jetzt verrückt? Inari verließ den Raum ohne weitere Umschweife, ging hinab in die Küche, wie Tamaki vermutete, der noch immer aufrecht dasaß und auch keine Anstalten machte sich brav wieder hinzulegen. Nein, ganz im Gegenteil: er drehte sich zur Seite, schwang die Beine aus dem Bett und setzte sie auf den Boden. Er stützte sich mit beiden Armen auf dem Bett ab und machte Anstalten aufzustehen, doch wieder verließ ihn die Kraft, seine Beine schienen ihn nicht tragen zu wollen und seine Arme gaben ihm weniger Halt als sonst. Er kam nicht hoch, konnte Inari nicht entgegentorkeln und ließ sich zurück aufs Bett fallen, wo er noch angestachelter als zuvor lag, als Inari ins Zimmer zurück kam. Sie stellte einen Teller mit Brot und Schokolade auf den Nachttisch, strich an seiner Seite entlang und bemutterte ihn, doch gelganten ihre Worte Tamaki definitiv in den falschen Hals. "Damit du mir nicht ganz ausfällst... Allerdings solltest du dich dann eher ausruhen..." "Immerhin sollte wenigstens etwas von dem Blut wieder in deinen Kopf gelangen..." ~Ich solle mich also Ausruhen? Das Bett hüten? Man muss auf mich aufpassen, damit ich nicht ganz ausfalle?! Mir soll wieder Blut in den Kopf gelangen?!!~ Erzürnt setzte er sich auf und von seiner Schwäche war nicht mehr viel zu sehen, denn seine Augen sprühten förmlich vor Zorn. "Ich bin kein kleines Kind, gottverdammt! Und ich hab' auch so weit ich weiß keinen Dachschaden oder bin sonst wie bescheuert!" Er hatte doch tatsächlich seine Stimme im Zorn gegen Inari erhoben und machte ihr nun Vorwürfe. Sein Hirn sah einfach nur rot und ließ ihn gerade die Wut auf sich selbst an Inari ausleben, die doch eigentlich wirklich nichts dafür konnte. Und dann tat er etwas, was er sich selbst nie zugetraut hätte: Er schlug Inari das Wasserglas, welches sie ihm gerade hinhalten wollte aus der Hand und funkelte sie mit wuterfüllten, goldenen Falkenaugen an. Das Glas fiel zu Boden, zerbarst laut klirrend und verteilte seinen Inhalt auf Wand und Boden. War es das Geräusch berstenden Glases? Oder war es der Ausdruck mit dem Inari ihn angesehen hatte? Plötzlich holte ihn die Wirklichkeit wieder ein und vermittelte ihm die grausame Erkenntnis über das, was er hier gerate getan hatte. Sein Takagan deaktivierte sich augenblicklich, sein Zorn war verraucht und an seine Stelle trat blanke Entrüstung über das was er soeben getan hatte. Er war wirklich ausgerastet, hatte Inari angeschrien, ihr gar ein Glas aus der Hand geschlagen und sie mit einem drohendem Blick seines Takagans fixiert. Die Woge der Reue die ihn nun überflutete, kam so plötzlich und so überwältigend, dass es fast weh tat. "I-Inari-san... G-gomen nasai.." Seine Stimme war plötzlich brüchig und schwach geworden, all die Energie die er zuvor noch in sich kochen gespürt hatte war verflogen und nun saß er da, ein kraftloser Vollidiot, der gerade einen gewaltigen Fehler gemacht hatte und dem nicht einmal ansatzweise Worte einfielen um wieder gut zu machen, was er angerichtet hatte. Er wagte es nicht einmal mehr Inari anzusehen, so elend fühlte er sich, so schockiert von seinem eigenen Ausraster. Wie sollte er das nur je wieder gut machen? Sicher würde sie ihn gleich hinausschicken, denn jetzt war er sicherlich zu weit gegangen.
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BeitragThema: Re: Anwesen der Kodama   Di Jun 14, 2011 5:09 pm

Gerade hatte sich Inaris Puls eigentlich wieder beruhigt, ihr Atem ging gleichmäßig und sie bemerkte, dass sie sich nicht all zu viele Sorgen um Tamaki machen brauchte, wenn er sich wieder hingelegt hätte, wie sie es gesagt hatte. Ihre Worte klangen eher im Scherz an, als dass sie wirklich etwas böse gemeint hatte, doch offensichtlich schien das für ihn defitinitv anders zu sein. Vor Wut vor Kraft strotztend, setzte der Shinobi sich auf und brodelte scheinbar. "Ich bin kein kleines Kind, gottverdammt! Und ich hab' auch so weit ich weiß keinen Dachschaden oder bin sonst wie bescheuert!" Klasse Inari, du hast es geschafft, ihn zu verärgern. Du dämliche Pute... Kannst du nicht einmal einfach ja sagen... oder einfach schweigen? Gott du kannst nichts richtig machen... Innerlich schalt sie sich noch, machte sich Vorwürfe und dafür verantwortlich, während ihre ohnehin schon vor Überraschung geweiteten Augen noch eins drauf legten. Instinktiv zog sie ihre Hand weg, als der Kazekage es doch tatsächlich packte, kräftig auszuholen und das Glas mitsamt Inhalt gegen die Wand zu schmettern. Es fühlte sich an, als würde es in Zeitlupe ablaufen, sah sie doch einen Moment noch dem Glas nach und blickte im nächsten Moment in vor Zorn glühende Augen. Aber es waren nicht Tamakis tiefblaue Augen, nein, es war sein Doujutsu, das sie da fixierte und unwillkürlich in eine Zwickmühle brachte. Der 'Engel' in ihr wollte um Vergebung flehen, wollte auf Knien vor ihm kriechen und sich demütigen, damit er ihr verzieh. Doch Logik und kühle Intelligenz ließen Inari an diesem Vorhaben zweifeln. Wofür hätte sie sich entschuldigen sollen? War er doch laut geworden und hatte sie angegriffen. Doch das alles war nicht genug Zeit, um den fassungslosen Gesichtsausdruck und den Schrecken zu verbannen. Stattdessen musste sie mit ansehen, wie er wie ein Häufchen Elend zusammensackte und wieder völlig kränklich aussah. "I-Inari-san... G-gomen nasai.." Völlig unsicher, brüchig, leise, seine Stimme war völlig kraftlos. Erkenntnis schien ihn ergriffen zu haben und einen Eimer Reue ausgegossen zu haben, während Inari sich doch nur stumm abgewandt hatte und etwas zum Aufwischen geholt hatte. Im Schockzustand und scheinbar unfähig, sie anzusehen, war er es momentan, der ignoriert wurde. Die Türkishaarige sammelte die Scherben ein, schnitt sich dabei noch fröhlich in die Hände und wischte das Wasser auf. Weiter schweigend und stumm räumte sie die Scherben in den Müll, betrachtete ihre Hände und fluchte lautlos. Auch wenn ihr Puls raste und sie bis zum Anschlag gespannt war, brachte sie es fertig, ihm völlig ohne zu zittern ein neues Glas mit Wasser auf den Nachttisch zu stellen und dann ihre Hände wieder zu betrachten. Kurz schloss sie ihre Augen, konzentrierte sich und nach einigen Minuten, in denen ihre Hände aufgeleuchtet hatten, waren die kleinen Schnittwunden verheilt. Ihr Blick streifte Tamaki, wo sie tief einatmete und versuchte, sich zu beruhigen. "Ist schon in... hm... geht schon..." War es wirklich in Ordnung? Wohl kaum, aber das wusste der Kazekage hoffentlich selbst, denn sonst hatte er sich bei Inari wohl die Falsche ausgesucht.
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BeitragThema: Re: Anwesen der Kodama   Di Jun 14, 2011 6:35 pm

~Du, du dummes Stück Dreck! Du elender Abschaum!! Du verdammt blödes Arschloch!!!~ Oh nein, diese gedanklichen Beileidigungen galten keinesfalls Inari. Nein, sie galten Tamaki selbst. ~Und sowas wie du schimpft sich Kazekage! Kannst dich nicht einmal selbst im Griff halten! Kannst die dir wichtigste Person nicht nur nicht beschützen, nein du greifst sie sogar noch selbst an du elender, saublöder Vollidiot! Versagt, auf ganzer Linie einfach nur versagt! Und jetzt? Ja jetzt willst du es wieder gut machen, nur hast du dumme Kackstelze nichtmal die leiseste Idee, wie du es anstellen sollst! Chapeau! Sich so in die Scheiße zu reiten, das ist ja schon wirklich eine Kunst!~ Wirklich ermutigend war das nicht, sollte es ja aber auch nicht sein. Denn hier hatte Tamaki wirklich eine Verhaltensweise an den Tag gelegt die absolut intollerabel war, nicht nur für jemanden der sich als Kage des Dorfes bezeichnete, das machte die Tatsache zwar nur noch gravierender, aber auch als Mensch hatte er sich wie der letzte Gossenabschaum aufgeführt, wenn nicht sogar noch schlimmer. Ihm war danach sich die Haare zu raufen, seine Fingernägel in sein Fleisch zu rammen, seinen Kopf an der Wand einzuschlagen, doch fühlte er sich weder dazu in der Lage, noch würde das irgendwelche Probleme lösen. Es war ganz gut, dass er in seiner Bewegungsfreiheit so eingeschrenkt war, denn sonst wäre er wahrscheinlich davongerannt und dann wäre er seines Lebens wohl nicht mehr glücklich geworden. Nicht nur weil die Welt dann von seinem Fehltritt erfahren würde, nein sondern auch weil man davon erfahren würde, dass er, der Kazekage, mit eingezogenem Schwanz davongelaufen war, statt sich den Konsequenzen seiner Taten zu stellen, wofür ihn Miyu wahrscheinlich als Sohn verstoßen hätte und sein alter Herr ihn wahrscheinlich gleich standesrechtlich geköpft hätte. Nein, er konnte hier nicht weg und das war ihm auch schaurig bewusst, während er aus den Augenwinkeln beobachtete, wie Inari den Scherbenhaufen aufräumte, sich dabei schnitt. Sie verletzte sich hier, blutete, hatte Schmerzen und das alles nur weil er sich wie ein jähzorniges Kleinkind verhalten hatte. Oh die Schuldgefühle lasteten so schwer auf seinen Schultern, dass er sich wunderte, dass das Bett unter ihm nicht zerbrach. Dennoch wagte er es nicht auch nur eine Bewegung in Inaris Richtung zu machen, auch wenn er ihr am liebsten den Kopf an die Schulter gedrückt und die Arme um sie gelegt hätte um ihr all seine aufrichtige Reue zu bekunden. Aber es ging einfach nicht, er konnte sie jetzt nicht berühren, noch erwarten, dass sie ihm alsbald verzeihen würde, wo er doch so unehrenhaft gehandelt hatte.
Während sie die Scherben zum Mülleimer brachte klebte Tamakis Blick an einem Blutstropfen, einem Blutstropfen Inaris, den sie nur wegen ihm verloren hatte. Und die Last seiner Schuld wuchs weiter an während er sich diesen Blutstropfen ansah, der ihm immer bewusster machte, was er hier angestellt hatte. Inari war zurückgekommen und heilte die Schnitte an ihrer Hand, sprach dabei kein Wort und würdigte den Kazekagen keines Blickes. Dieser saß stumm da, fühlte sich hundselend und ließ in seinem Kopf noch immer Hasstiraden gegen seine eigene Person los. Als Inari ihre Hände dann verarztet hatte blickte sie nur flüchtig zu Tamaki herüber und erhob dann ihre Stimme. "Ist schon in... hm... geht schon..." Doch Tamaki der sogleich zu ihr aufgesehen hatte, schüttelte nur den Kopf. "Nein... nichts, nichts ist in Ordnung... garnichts ist gut." Und dann überwand er sich doch zu dem, was er sich zuvor untersagt hatte. Er machte eine Bewegung auf die Türkishaarige zu, vergrub seinen Kopf in ihrer Schulter und tat etwas, dass er seit Jahren nicht mehr getan hatte. Klar vernehmlich schluchzte er in den Stoff ihres Kimonos und Tränen quollen aus seinen Augen hervor, er hatte alle Selbstbeherrschung und Zurückhaltung fallen gelassen und weinte. "Ich.. ich bin so ein dummer Idiot... ich war so dumm.. so endlos dumm... Ich weiß nicht was das war, ich wollte das doch alles nicht... Wie kann ich das nur jemals wieder gutmachen?.. Ich.. ich will dich nicht verlieren.. und oh, ich bin so ein Idiot.." Er stammelte, schluchzte und hoffte einfach nur, dass ihn Inari jetzt nicht einfach abweisen würde. Was sollte er dann tun? Er konnte gerade einfach nicht mehr ohne sie, er brauchte sie und hatte wirkliche Angst sie gerade zu verlieren, sie die ihm doch so viel bedeutete.
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BeitragThema: Re: Anwesen der Kodama   Di Jun 14, 2011 7:19 pm

Wie konnte eine Situation von einem Augenblick auf den nächsten nur so schrecklich umschlagen, dass aus Verlangen Wut wurde, dass aus Zuneigung Angst wurde und dass Inari sich plötzlich davor fürchtete, von Tamaki berührt zu werden, anstatt es herbeizusehnen? Wie war soetwas möglich? Für die junge Frau gab es nur eine Erklärung und das war, dass sie einen groben Fehler begangen hatte, indem sie irgendetwas gesagt oder unbedacht gehandelt hatte... Auch wenn sie nicht verstehen konnte, was den Kazekagen so völlig der Selbstbeherrschung entrissen hatte. Doch wenn sie ihn ansah, konnte sie beinahe nur Mitleid haben, saß er doch da, zusammengesunken und völlig niedergeschlagen, scheinbar von der Last der eigenen Tat erdrückt und von Schuldgefühlen geplagt. Zu Recht, hätte vermutlich manch einer behauptet, doch es war der Iryonin unmöglich, einen schlechten Gedanken über ihn zu hegen, auch wenn da doch diese unbestimmte Angst war, dass er sich abermals nicht beherrschen konnte, wenn sie etwas falsches sagte. Dennoch wagte sie es, etwas zu sagen und seine Antwort überraschte sie nicht, brachte nur Bestätigung, aber auch neues Mitleid. Er musste sich schrecklich fühlen, wenn er es schon erkannte und - so wie sie ihn kannte - sich selbst schreckliche Vorwürfe machte. "Nein... nichts, nichts ist in Ordnung... garnichts ist gut." Sein Protest wurde von heftigem Kopfschütteln und festem Blick untermauert. Doch seine rasche Bewegung nach diesen Worten, ließ die junge Kunoichi zusammenzucken. Innerlich verfluchte sie sich für diese Regung, würde sie Tamaki doch nur erneut verunsichern. Ihre Augen weiteten sich hingegen vor Überraschung, als sie das hörte, was von Tamaki sicher so schnell keiner hört: er schluchzte gedämpft durch den Stoff ihres Kimonos, er weinte. Reflexartig schlang sie ihre Arm um seinen Körper, um ihm Halt zu geben, denn Erfahrungsgemäß waren Weinkrämpfe bei Menschen damit verbunden, dass sie kraftlos wurden und da er ohnehin geschwächt war... "Ich.. ich bin so ein dummer Idiot... ich war so dumm.. so endlos dumm... Ich weiß nicht was das war, ich wollte das doch alles nicht... Wie kann ich das nur jemals wieder gutmachen?.. Ich.. ich will dich nicht verlieren.. und oh, ich bin so ein Idiot.." Er schien sich garnichtmehr beruhigen zu wollen, schimpfte er doch endlos über sich und schluchzte noch immer an ihrer Schulter, während Inari sanft über seinen Rücken strich. "Schhhh... Ist gut... beruhige dich doch... Ich bin doch da, Tamaki...", versuchte sie beinahe verzweifelt, den Kazekagen zu beruhigen, um ihm keinen neuerlichen Kreislaufkollaps zu verpassen, war sie selbst doch auch langsam erschöpft. Oh Gott Inari, wie beruhigst du ihn bloß, ohne etwas Falsches zu sagen? Wenn er es in den falschen Hals bekommt, ärgert er sich nur noch mehr und regt sich weiter auf, dann kippt er gleich um und Miyu wird dich köpfen und es könnte durchaus sein, dass sie erst deinen Kopf wieder annähen muss, weil ihr Sohn das bereits zuvor getan hat. Und... Beruhige dich... Ganz ruhig... Tief durchatmend und die Augen kurz schließend, lehnte sie für einige Augenblicke ihren Kopf sanft an Tamakis, bevor sie wieder richtig zu sich kam und ihn leicht nach hinten drückte, um ihn ansehen zu können. "G-geht es dir besser...? O-oder... so-soll ich noch irgendwas tun..? Soll... ich... ich dich in Ruhe lassen..? Allein?" Stammelnd und ängstlich das Falsche zu sagen, genauso klang die Türkishaarige jetzt, wie ein kleines Mädchen. "D-du... du... solltest dich wieder hin-... hinlegen... Tamaki-sama..."
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BeitragThema: Re: Anwesen der Kodama   Di Jun 14, 2011 8:08 pm

Hier war der eindeutige Beweis dafür, dass selbst die erfahrensten Ninja und gar die Oberhäupter der Shinobidörfer auch nur Menschen waren. Menschen, die sich von Zeit zu Zeit verloren fühlten, die Fehler begingen und von Reue heimgesucht wurden. Tamaki saß hier, den Kopf an Inaris Schulter gelehnt und schluchzte vor sich hin, verfluchte sich für die Tat zu der er sich hatte verleiten lassen und war insofern glücklich, dass Inari ihn zumindest nicht von sich wegstieß. Auch wenn sie im ersten Augenblick, da er so auf sie zugekommen war, zusammengeschreckt war, hielt sie ihn nun doch fest, gab ihm Halt. Und dass sie überhaupt zusammengeschreckt war, konnte er ihr wohl kaum verübeln, immerhin hatte er noch vor wenigen Minuten gewütet wie eine Furie, wie sollte ihr da nicht Angst und Bange sein, wenn er nun plötzlich auf sie zuschoß?
Sie hörte ihm zu, hielt ihn still in seinen Armen und lauschte dem langen Schwall von Entschuldigungen die Tamaki einfach loswerden musste, erhob dann aber doch wieder ihre Stimme um ihn zu beruhigen. "Schhhh... Ist gut... beruhige dich doch... Ich bin doch da, Tamaki..." Und wie um sich selbst zu bestätigen, dass sie die Wahrheit gesagt hatte, dass sie auch wirklich da war, schloss er zaghaft seine Arme um sie, drückte sie sanft an sich und war einfach nur froh, dass seine Arme nicht ins Leere griffen, sondern wirklich den Menschen umfassten, den er fast vergrault hätte. Er beruhigte sich etwas, blieb dabei relativ still und zitterte doch noch immer maßlos. ~Sie.. sie hat dich noch nicht ganz verstoßen.. beruhige dich, Tamaki.. vielleicht ist noch nicht alles verloren.~ Sanft drückte Inari ihn nun von sich weg, um ihn wieder ansehen zu können, auch wenn es im ersten Moment einen Schreck bei Tamaki auslöste, der noch immer von der Angst herrührte, sie könne ihn jetzt versto0en. "G-geht es dir besser...? O-oder... so-soll ich noch irgendwas tun..? Soll... ich... ich dich in Ruhe lassen..? Allein?" Er schluckte, als er sie ansah und seine Augen waren noch immer tränenfeucht, doch er wirkte etwas gefasster, während er ihr zuhörte. Sie erkundigte sich danach ob es ihm besser ging, sie sorgte sich um ihn, und er nickte leicht um zuzustimmen, dass es ihm wieder ein wenig besser ging. Als sie dann jedoch vorschlug ob sie nicht vielleicht gehen sollte, schüttelte Tamaki recht energisch den Kopf und auch wenn er noch immer einen Kloß im Hals hatte, rang er sich dazu durch ein paar Worte zu sagen. "N-nein. Bitte... Bitte nicht.. Bite bleib bei mir." Sie klang so verunsichert, so ängstlich, dass es Tamaki noch einmal und viel schrecklicher bewusst wurde, wie er wohl auf sie gewirkt haben musste, dass sie nun so vorsichtig in ihrer Wortwahl war, dass sie scheinbar wirklich eingeschüchtert von ihm war. Er löste seine Arme von ihr und fuhr sich damit durchs Gesicht, verwischte die Tränen und versuchte seine Fassung wiederzuerlangen, schließlich war es doch Inari, die eigentlich das Bett hüten und sich von ihrem anstrengenden Leben erholen sollte. Seine Stimme klang nunmehr sicherer, immer noch etwas schwächlich, aber doch wieder mehr wie der Kazekage und nicht wie das kleine Häufchen Elend, dass da vorhin noch gesprichen hatte. "Es.. tut mir so leid, Inari. Ich habe mich gehen lassen... mich aufgeführt wie ein dummer, kleiner Junge... Ich hoffe, ich habe dir nicht zu sehr wehgetan... K-kannst... kannst du mir verzeihen?" Gegen Ende seiner Worte, hatte er den Kopf wieder etwas nach unten gewandt und Inari nur noch aus den Augenwinkeln beobachtet. Er hoffte innig, dass sie ihm noch eine Chance geben würde. Eine Chance, den Fehler den er gemacht hatte wieder auszugleichen und doch noch irgendwie einen schönen Tag mit ihr zu verbringen, ihr etwas gutes zu tun.
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BeitragThema: Re: Anwesen der Kodama   Di Jun 14, 2011 8:36 pm

Eine zaghafte Umarmung auf ihre Worte, gab Inari zumindest einen winzigen Fetzen ihres soeben halbwegs flötengegangen Vertrauens wieder. Wieder an seinen Körper gedrückt zu werden, wenn auch aus anderen Umständen als zuvor, schien ihn ebenso ein wenig ruhiger werden zu lassen, wie sie selbst. Doch wie er zitterte und seine Muskeln keinen Weg fanden, sich zu entspannen, bereitete der Iryonin Sorgen, wollte sie doch nur, dass es Tamaki wieder gut ging und... nunja wollte sie doch eigentlich nur ihre Zeit mit ihm verbringen und die neu gewonnene Verliebtheit genießen. Es brach ihr beinahe das Herz zu sehen, wie feucht und leicht gerötet seine Augen aussahen, welch demütigen Ausdruck sie zeigten und wie er sie kaum ansehen konnte, so sehr schämte er sich für seine Tat. Es schien ihm zwar besser zu gehen, doch wenn sie ihn so zittern sah, wurde ihr ganz anders. Auf die Frage hin, ob sie gehen sollte, schüttelte er, zu ihrer Erleichterung beitragend, energisch den Kopf und protestierte. "N-nein. Bitte... Bitte nicht.. Bite bleib bei mir." Seine Stimme klang belegt, doch das war wohl kaum ein Wunder, wenn man bedachte, dass er eben noch weinend hier gesessen hatte. Er rieb sich mit den Händen über das Gesicht, verwischte die Tränen, die eben noch den Drang in der Türkishaarigen geweckt hatten, sie wegzuküssen oder zaghaft wegzuwischen, hätte er sie denn so weit an sich herangelassen, ohne wütend zu werden. Doch wenn sie sich solche Gedanken vor Augen hielt, war es beinahe schon lächerlich. "Es.. tut mir so leid, Inari. Ich habe mich gehen lassen... mich aufgeführt wie ein dummer, kleiner Junge... Ich hoffe, ich habe dir nicht zu sehr wehgetan... K-kannst... kannst du mir verzeihen?" Seine Stimme klang besser, mehr so, wie es Inari gewohnt war, kräftiger und doch schwach. Wieder wagte er es nicht, sie direkt anzusehen, mied ihren Blick und brachte ihr damit nur nochmehr Bedauern. Was hatte sie nur angerichtet? Inari es war nur ein Glas... du warst nichtmal großartig verletzt. Versuch lieber, ihn zu beruhigen, sein Puls muss stabiler werden und er muss sich hinlegen. Er brauch Ruhe, ganz viel Ruhe vor dem ganzen Stress. Sein armes Herz... So schob sie ihn sanft zurück auf das Bett und schnappte sich eine leichte Decke von einem der Sessel, um sie über ihn zu legen, zitterte man doch nach Weinkrämpfen, weil der Kreislauf im Keller war und der Körper irgendwann unweigerlich zu frieren begann, ob der Erschöpfung, die über ihn kam. "Ruh dich aus... Ver... versuch vielleicht, die Augen ein wenig zu zu machen, hm? Ich bleibe auch hier... ich... lass dich nicht allein...", erklärte die junge Frau leise, war sie doch wieder auf den Boden gerutscht und kniete so, dass sie Tamakis Kopf wieder behutsam streicheln konnte. Zaghaft wagte sie es, ihm einen Kuss auf die Stirn zu geben, bevor sie aufstand und tief durchatmete. Sie spürte Erschöpfung in ihrem Körper, aber das war jetzt egal. Wichtig war nur, dass Tamaki sich erholte. Aber wenn sie wollte, dass er sich entspannte, musste sie auch auf seine Frage antworten. "Das... das war doch garnichts... Es war nur ein Glas... Denk nicht weiter darüber nach ich... Es ist schon gut... okay?", sagte Inari, versuchte vertrauensvoll zu klingen und ertappte sich doch dabei, ein wenig schwach zu wirken. Nach reichlicher Überlegung wagte sie es auch, sich wieder neben ihn in ihr Bett zu setzen und seine Hand zu halten. Nachdem sie einige Zeit in dieser Stellung verharrt war, überwandt die Kunoichi sich und legte sich zu dem Kazekagen. In dieser scheinbar kleinen Ewigkeit hatte ihr Körper sich von Schock und Anspannung erholt und es war langsam schwer, das leichte Zittern zu unterdrücken. So sah sie Tamaki an und hoffte, dass er es nicht bemerkte.
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BeitragThema: Re: Anwesen der Kodama   Di Jun 14, 2011 9:28 pm

Etwas widerwillig, aber doch ohne größeren Widerstand ließ sich Tamaki von Inari zurück aufs Bett verfrachten und sich sogar von ihr zudecken. Er war nun wieder ruhiger und wusste, dass sie als Ärztin und Freundin jetzt nur sein bestes wollte. Folglich wäre es einfach nur dumm gewesen sich weiter dagegen zu wehren. "Ruh dich aus... Ver... versuch vielleicht, die Augen ein wenig zu zu machen, hm? Ich bleibe auch hier... ich... lass dich nicht allein..." Einmal mehr schluckte er, denn ganz und gar beruhigt war er auch noch nicht, und so nickte er nur etwas zaghaft um seine Zustimmung zu bekunden, ehe er die Augen schloss und so blind auf Inaris Bett lag. Ihre Berührungen und der sanfte Kuss auf seine Stirn halfen ihm weiterhin dabei, wieder zur Ruhe zu kommen, seinen Kreislauf wieder in Ordnung zu bringen. Als sie sich danach erhob und damit etwas von ihm wegging, öffnete er die Augen einen Spalt breit um zu sehen was sie tat. Sie stand da, atmete tief durch und selbst in seinem jetzigen Zustand konnte Tamaki erkennen, dass auch Inari wirklich erschöpft sein musste. "Das... das war doch garnichts... Es war nur ein Glas... Denk nicht weiter darüber nach ich... Es ist schon gut... okay?" Diese Vorstellung war eher schwächlich und Tamaki wusste daher auch, dass ihr der Schock noch immer in den Knochen saß, aber für den Moment wollte er nicht weiter auf diesem Thema herumreiten, indem er ihr jetzt widersprochen hätte, er würde weiterhin sein bestes geben, um seinen Ausraster irgendwie wieder gut zu machen, so dass sie einander wieder vertrauen konnten, wie sie es zuvor getan hatten, sie wieder völlig unbeschwert miteinander sein konnten, ohne Angst vor und umeinander haben zu müssen.
Als sich Inari wieder aufs Bett setzte konnte er sich glücklich schätzen, dass sie wieder zu ihm kam und jetzt nicht Abstand von ihm hielt. Zunächst griff sie nur nach seiner Hand und schon dieses Gefühl, ihre Hand wieder in der seinen zu halten gab dem Rothaarigen Sicherheit, die er gerade so sehr brauchte. Einige Minuten vergingen, in denen Inari nur neben ihm saß und seine Hand hielt, zu ihm blickte und er sanft über ihre Hand strich, bis sich Inari dann doch noch dazu entschloss, sich wieder neben ihn zu legen. Tamaki bemerkte sofort, dass sie am ganzen Leib zitterte, doch war er sich nicht ganz sicher, ob es nun an ihrer Aufregung lag, da sie sich nun wieder so in seine Reichweite begeben hatte, quasi in die Höhle des Löwen, oder ob es schlicht eine Ermüdungserscheinung war. So oder so, es war im Endeffekt seine Schuld und darum fühlte er sich auch verpflichtet etwas für sie zu tun. Er kroch so nah er konnte an sie heran, legte seine Arme um sie und drückte sie fest an sich. "Es ist alles nur mein dummer Fehler gewesen... Nur weil ich nichts getrunken habe, hatte ich diesen Zusammenbruch. Und der.. hat mich an damals erinnert, als das da passiert ist." Er nickte nach unten zu seiner großen Brustnarbe hin. "Ich.. ich kam mir genauso schwach vor, wie damals und deshalb.. deshalb war ich so wütend auf mich, darüber, dass ich manchmal immer noch so schwach bin, trotz all des Trainings... Ich, war so sauer und dann... habe ich das an dir ausgelassen.. Ich.. es tut mir leid und ich will, dass das nie wieder passiert!", er sprach ruhig und klang wieder recht normal, wenn auch immer noch ein wenig belegt. Doch sagte er vor allem den letzten Teil weniger zu Inari als zu sich selbst. Er schwor sich damit quasi, es nie mehr so weit kommen zu lassen. Er durfte seine Gefühle einfach nicht so an anderen ausleben, nur weil ihm gerade eine Laus über die Leber gelaufen war. Er blickte in die tiefen blauen Seen, die Inaris Augen darstellten und in ihm tat sich wieder das Bedürfnis auf, sie sanft und liebevoll zu küssen, doch etwas hielt ihn davon ab. Noch immer fühlte er sich zu schuldig, als dass er sich selbst das Recht zugesprochen hätte, sie jetzt zu küssen. So beließ er es dabei sie anzusehen, sie an sich zu drücken und zu hoffen, dass sie ihm wirklich verzeihen konnte.
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BeitragThema: Re: Anwesen der Kodama   Mi Jun 15, 2011 5:33 pm

Zu Inaris Bedauern hatte der Kazekage das Zittern wohl doch bemerkt und auch wenn sie noch leichte Bedenken bezüglich seines Zustands hatte, kam er zu ihr und schloss sie fest in seine Arme, was sofort das Zittern weniger werden ließ, konnte sie doch so seine Körperwärme genießen. Etwas vorsichtig schloss sie dann doch ihre Augen und legte ihren Kopf leicht an seine Brust, während sie sich an ihn schmiegte. Die Vibration seiner Brust ließ seine Stimme für sie nur noch intensiver klingen und es auch etwas erstaunlicher werden, was er erzählte. "Es ist alles nur mein dummer Fehler gewesen... Nur weil ich nichts getrunken habe, hatte ich diesen Zusammenbruch. Und der.. hat mich an damals erinnert, als das da passiert ist." Mitleid keimte in ihr auf, fühlte sie sich doch an die Geschichten über den Jungen erinnert, an die schlimmen Beschreibungen der Ärzte im Krankenhaus und doch wurde sie hellhörig. Sein Nicken nahm sie kaum war, waren ihre Augen doch noch geschlossen. "Ich.. ich kam mir genauso schwach vor, wie damals und deshalb.. deshalb war ich so wütend auf mich, darüber, dass ich manchmal immer noch so schwach bin, trotz all des Trainings... Ich, war so sauer und dann... habe ich das an dir ausgelassen.. Ich.. es tut mir leid und ich will, dass das nie wieder passiert!" Die junge Frau öffnete ihre Augen langsam und sah den Mann an, der sie so liebevoll an sich drückte. Sie verspürte den Drang danach, ihn zu küssen, doch sie unterband ihn erfolgreich. Also bedeutet die Narbe für ihn doch deutlich mehr als eine alte Verletzung und eine Erinnerung an Unvorsichtigkeit. Sie könnte sonst wohl kaum solche Gefühlsregungen in ihm auslösen, dass er sich völlig vergisst... wobei vielleicht auch seine körperliche Schwäche dazu beigetragen hat... Ich sollte darauf aufpassen... irgendwie... Die Iryonin erwiderte seinen intensiven Blick, musste aber doch irgendwann ihre Augen abwenden, schloss sie wieder und schmiegte sich an den wärmenden Körper, der das Zittern in Grenzen hielt. "Jeder ist mal schwach, Tamaki-san... Jeder... Ob Zivilist oder Shinobi, egal welchen Ranges... Keiner ist Fehlerfrei und hättest du keine Schwächen, die nunmal auch ab und an zu Tage treten, wärst du kein richtiger Mensch." Ihre Stimme klang leicht gedämpft und leise, murmelte sie doch mehr oder weniger an seiner Brust. Inari seufzte leise. "Versuch dich von der Illusion zu lösen, immer stark sein zu müssen. Das kann keiner." Beinahe schwang ein wenig Bedauern mit in ihrer Stimme. Doch sie versuchte sich davon abzulenken, indem sie ihren Blick wieder zu Tamaki wandte. Immerhin war sie selbst oft genug belehrt worden, dass es nicht möglich war, wie eine Maschine zu arbeiten und dabei auchnoch Mensch zu spielen. Folglich betraf sie das Thema wohl ebenso wie ihn. Doch als sie seine blauen, treuen Augen betrachtete, musste Inari leicht lächeln, schmiegte sich wieder eng an ihn und küsste federleicht seinen Hals, kam sie doch gerade nicht an viel mehr heran und gab sich doch mit dieser Stelle zufrieden.
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