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 Zum Kleinen Shinobi

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BeitragThema: Zum Kleinen Shinobi   Sa Mai 28, 2011 3:52 pm

Ein kleines, aber feines und sehr ansehnliches Restaurant in Sunagakure no Sato. Es gibt nicht unbedingt das, was man gehobene Küche nennt, aber einheimische Gerichte schmecken hier stets sehr gut und viele Shinobi essen hier zu Mittag. Abends öffnet auch die Theke, um alkoholische Getränke auszuschütten. Es ist ein sehr seriöses Restaurant und man findet hier nie vor den späten Abendstunden betrunkene. Die Besitzerin, Donia, ist eine etwas ältere Frau, so um die 40, die ihren Mann auf einer Mission verlor. Sie selbst ist Zivilistin, leidenschaftliche Köchin und eine sehr gute Gastwirtin. Die Preise halten sich im Rahmen und sind so für die meisten Shinobi erschwinglich. Der Eingang wird von einer großen Glastür begrenzt.
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BeitragThema: Re: Zum Kleinen Shinobi   Sa Mai 28, 2011 4:05 pm

KV: Krankenhaus (Sunagakure)

Inari betrat das Restaurant und nickte dem Jungen, der immer den Sand aus dem Eingangsbereich fegte und auch jetzt seiner Arbeit nachging, freundlich zu. Er hatte jedoch nur Augen für ihren Begleiter und verbeugte sich in unverhohlener Bewunderung. Auch einige Gäste aus dem Restaurant hoben die Blicke und nickten höflich oder lächelten den Kazekagen an. Inari wurde mit jeder Reaktion nervöser, denn es zeigte ihr, wie unbedeutend jeder gegen diesen einen Mann schien. Auch sie bewunderte ihn und nicht nur deshalb, weil er Kazekage war, denn immerhin kannte sie ihn schon eine ganze Weile, wenn auch aus höflicher Distanz. Sie kam auch nicht umhin, zuzugeben, dass es ihr in sehr jungen Jahren wohl einmal wie der jungen Iryonin ging, die ihren Bericht mit reichlich Herzchen gepflastert hatte. Aber es war ihr lieber, ein professionelles Verhältnis zu wahren, als sich Ärger mit Miyu einzuhandeln oder mit... nunja sie schob den Gedanken beiseite und schnappte sich kurzerhand Tamakis Handgelenk, um ihn sanft zu ihrem Lieblingstisch an einem Fenster zu geleiten. Donia hielt ihn stets für sie frei, denn von hier aus konnte man, durch die leichte Erhöhung auf der das Restaurant stand, einen guten Blick auf das Dorf genießen. Zufrieden setzte sie sich also, nachdem der Ranghöhere zuerst Platz genommen hatte, ihm gegenüber auf die andere Sitzbank. "Ich hoffe, ihr mögt Sunagakures einheimische Gerichte, denn die sind hier am besten. Und es tut mir leid, wenn ich euch ein wenig umhergeschubst habe...", murmelte sie schuldbewusst und gedämpft, sich dessen bewusst, dass immernoch viele Blicke auf ihnen beiden lagen. Demonstrativ packte sie den Bericht wieder aus, um ihn auf den Tisch zu legen und dem Essen einen geschäftlichen Sinn zu geben. Abwesend und nervös blätterte sie einige Blätter durch, nickte, wenn etwas richtig war, grummelte aber wesentlich öfter, da das Mädchen nicht sorgfältig gearbeitet hatte. Nun gut, das hieß viel Arbeit nachholen. Seufzend blickte sie auf, als Donia an den Tisch trat und lächelte. "Es freut mich, dass ihr uns mit einem Besuch beehrt, Kazekage-sama. Ihr dürft euch gern an mich wenden, falls ihr Beschwerden habt.", erklärte die blonde, hagere Frau und verbeugte sich leicht. "Darf ich eure Bestellung aufnehmen?" Ihr Blick huschte zu Inari, die nur mit den Schultern zuckte und lächelte. "Ich werde dein köstliches Chili genießen." Die Frau nickte und sah Tamaki erwartungsvoll an. Inari legte den Kopf schief und beobachtete ihn abwesend, bis ihr eine Idee zu kommen schien. "Ihr seid im übrigen herzlich eingeladen, wenn ich euch schon zum Essen schleppe."
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BeitragThema: Re: Zum Kleinen Shinobi   Sa Mai 28, 2011 4:59 pm

KV: Krankenhaus [Suna]

Wie es zu erwarten gewesen war, hatte Inari angekündigt gehabt, dass sie die Untersuchung nachholen würde. Es widerstrebte Tamaki zwar ein wenig, doch widersprach er ihr nicht, denn er war sich relativ sicher, dass sie keine Widerworte dulden würde, nicht als Ärztin und erst recht nicht als Ärztin die unter Miyu Sakarashi gelehrt hatte. "Na gut, ich schätze, das gehört zu deinen Pflichten, also darfst du mich nach dem Essen selbstverständlich untersuchen", hatte er entgegnet, bevor sie dann weiter durch Sunas Straßen gegangen waren und wie sich bald herausstellte, würde es demnächst sicher einigen neuen, lästigen Klatsch geben. ~Das ist ja fast schon.. sie könnten doch zumindest versuchen nicht ganz so auffällig zu starren...~ Überall wandten Mensche die Köpfe nach ihm und seiner Begleiterin, der das Ganze scheinbar genau so unangenehm war wie ihm selbst. Eigentlich hatte er sich mittlerweile daran gewöhnt gehabt, dass die Leute ihm zuwinkten, ihn grüßten, dass junge Mädchen hysterisch quiekten und dann im Rudel ihre Köpfe zusammensteckten, dass die frisch gebackenen Genin und Akademisten ihn mit großen Augen ansahen, doch das hier war anders. Nur weil Inari dabei war, fingen sie alle an stupide zu grinsen oder hinter vorgehaltenen Händen zu tuscheln, das war doch lächerlich. Nicht, dass er die junge Iryonin nicht attraktiv gefunden hätte, eher im Gegenteil, aber, dass die Menschen nun gleich mutmaßten nur weil sie zusammen durch die Straße liefen war doch wirklich nicht angebracht. Tamaki bemühte sich darum, so souverän wie möglich aufzutreten, winkte einigen Leuten zurück und schaffte es, die Schamesröte weitestgehend aus seinem Gesicht zu vertreiben.
Doch als sie in das Lokal eintraten, schien es noch viel schlimmer zu werden. Vielleicht lag es daran, dass dieser Raum enger war, und die Menschendichte hier drinnen höher war, doch kam es Tamaki so vor, als wäre jegliches Gespräch verstummt, seit Inari und er eingetreten waren und schlimmer noch: als seien alle Augen auf sie gerichtet. Der Junge, der den Sand zurück auf die Straße kehrte, verneigte sich ausladend vor ihm und es brachte Tamaki zum schmunzeln. Es erinnerte ihn daran, wie auch er im Jungenalter große Vorbilder gehabt hatte und sich gewünscht hatte, sie zu sehen und vielleicht sogar von ihnen gesehen zu werden. War es unangebracht, arrogant, diesem Jungen einen solchen Wunsch zu erfüllen? Es war Tamaki egal und daher neigte er sich zu dem Jungen hin und wuschelte ihm durchs Haar. "Du bist aber wirklich ein fleißiger Junge. Vielen Dank, dass du den Dreck weggemacht hast, den ich alter Schwachkopf hier reingetragen habe." Der Junge strahlte und verkniff sich ganz offensichtlich ein Lachen als Tamaki sich als alten Schwachkopf bezeichnet hatte. Der Kazekage zwinkerte ihm zu, wurde dann aber von Inari mit sanfter Gewalt zu einem Tisch bugsiert, was wiederum einige Blicke auf sie zog, doch als die Wirtin ein paar Strenge Blicke in die Runde geworfen hatte, machten sich die Neugierigen rasch wieder über ihr Essen her.
Nachdem Tamaki sich niedergelassen hatte und Inari sich ihm gegenübergesetzt hatte, empfahl sie ihm die einheimischen Gerichte hier zu probieren und entschuldigte sich dafür ihn "herumgeschubst" zu haben. "Vielen Dank für die Empfehlung, Inari-san und mach dir keine Sorgen, es war das beste was du hättest tun können, sonst hätten wir noch länger da gestanden und wären beobachtet worden, wie die Tiere im Zirkus." Da hatte sie auch schon wieder die Berichte vor sich liegen und las sie sorgfältig durch, was Tamaki zur Ruhe gebot. Er legte eine Hand an sein Kinn, stützte den Ellenbogen auf der Tischplatte ab und sah aus dem Fenster. Es war wirklich ein schöner Ausblick über Sunas Hauptstraße zur Mittagszeit, all die kleinen Punkte die da herumwuselten waren Menschen, Menschen für die er als Kazekage Verantwortung trug, die in gewisser Weise seine Familie waren. Doch zog etwas seine Aufmerksamkeit immer wieder auf sich, etwas ganz gewisses, türkishaariges ihm gegenüber. Inari sah auch beim konzentrierten Arbeiten wirklich schön aus, doch ließ Tamaki seinen Blick immer nur kurz auf ihr verweilen ehe er auch schon wieder zum Fenster herausblickte. Doch dann kam auch schon die Wirtin, der sie ihre momentane Ruhe vor Schaulustigen verdankten, zu ihnen an den Tisch und wandte sich nach Tamakis Empfinden, viel zu untertänig, an sie beide. "Ich fühle mich geehrt, Mademoiselle, aber bitte behandeln sie mich doch genau so wie alle anderen Kunden." Die Wirtin grinste leicht verlegen und nahm dann Inaris Bestellung auf, ehe sie sich erneut an den Kazekagen wandte. "Ähm.. ich vertraue der Wahl der jungen Dame und nehme dasselbe. Schreiben sie die Rechnung bitte auf mich." Auch wenn Inari ihm angeboten hatte, ihn einzuladen, so empfand er es doch eher als angebracht sie selbst einzuladen. Immerhin verdankte er ihr ja auch in gewisser Weise seine verfrühte Mittagspause und man musste den jungen Kerlen im Umkreis doch ein gutes Beispiel geben, wie man eine Dame zu behandeln hatte. Die Wirtin lächelte ihnen zu, machte sich eine Notiz und verschwandt dann in Richtung der Küche, wie Tamaki mutmaßte. "Ich hoffe ich habe dich damit jetzt nicht beleidigt, Inari-san. Aber Yoshiki würde mir die Ohren lang ziehen, wenn er hören würde, dass ich mich habe einladen lassen. Sieh es doch als eine Art.. Entgeld, dafür an, dass du wegen mir jetzt doch noch diese Untersuchung durchführen musst." Er versuchte sich an einem Lächeln, doch wirkte dies unsicherer als gedacht und so sah er kurz darauf auch schon wieder auf die Tischplatte und vermies es in Inaris Augen zu schauen.
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BeitragThema: Re: Zum Kleinen Shinobi   Sa Mai 28, 2011 5:31 pm

Inari studierte weiter die Berichte, las Dinge über die Gesundheit von Bediensteten, Sekretären und Sekretärinnen, genauso wie über die Ältesten und den Berater Tamakis. Währenddessen war sie sich kurz sogar bewusst, dass Tamaki sie scheinbar beobachtete, konnte es aber rechtzeitig verhindern, dass ihr die Röte ins Gesicht schoss, indem sie ruhig durchatmete. Sie zwang ihren Puls, auf dem normalen Niveau zu bleiben und betrachtete stirnrunzelnd nocheinmal den Bericht über den Kazekagen. Die ganzen Herzchen überall, die gekritzelten Worte und sogar kleine Gesicht, machten ihn tatsächlich unbrauchbar. Nur mit großer Anstrengung war ein wenig davon zu entziffern. Es tat ihr leid, dass sie ihr Gegenüber wegen solch einer Torheit von der Arbeit abhalten musste, schließlich hatte er sicher genug zu tun. Und es behagte ihm vielleicht auch nicht, sich ständig von Frauen untersuchen zu lassen. Sollte ich ihm vielleicht vorschlagen, sich von einem Mann untersuchen zu lassen? Vielleicht... Aber das würde bedeuten, dass die Arbeit nochmehr aufgeschoben würde... Ich will ihn nur nicht verärgern... Unsicher betrachtete sie das ebenmäßige Gesicht, welches nur von einer Narbe gezeichnet war. Unwillkürlich keimte die Frage nach der Ursache in ihr auf, aber die junge Frau unterdrückte genau diese Regung. Es wäre ihm sicher unangenehm und sie konnte sich auch nicht leisten, Unmut bei ihm zu erregen. Auf seine Bemerkungen hin, geriet sie aus ihren Gedanken wieder in die Realität und zuckte mit den Schultern, um zu zeigen, dass es ihr nichts ausmachte. Zumindest wollte sie so wirken. Denn die Menge, die sie betrachtete, bereitete ihr Unbehagen.
Als Donia an den Tisch trat und die Menge ihre Köpfe davonbewegte, überkam sie unendliche Erleichterung und Dankbarkeit. Am liebsten wäre die Türkishaarige aufgesprungen und hätte sie umarmt. Sie wollte nicht der Grund sein, warum Tamaki in Verruf geriet oder gar schlechte Lügen über ihn verbreitet wurden. Sie seufzte und wandte den Blick ab, um ihn nicht anzustarren, denn das hätte solchen Gerüchten nur Futter geliehen. Stattdessen fiel ihr Blick wieder auf die Herzchen im Bericht und schien sich dort festzukleben. Von all den Liebesbekundungen dort, schwirrte Inari der Kopf, sodass ihre Hand instinktiv vor ihre Gesicht glitt und sie die Augen schloss. Elender Schwindel, sie hatte eindeutig zu wenig getrunken... Es lag einfach an der mangelnden Zeit. Wenn sie arbeitete, vergaß sie eben jene Zeit und scherte sich nicht um ihre eigene körperliche Verserheit. Nachdem der Kazekage das gleiche bestellt hatte wie sie und alles auf sich schreiben lies, stieg ihr abermals unkontrolliert die Röte in das Gesicht. Zuerst musste sie sich kurz beruhigen, denn das Rot war zu dem fahlen Hautton, den sie gerade angenommen hatte ein starker Kontrast. Nach einigen Augenblicken hörte der Raum auf, sich um sie zu drehen und ihr Blick suchte wieder Kontakt zu ihrem Gegenüber. Verlegen blickte Inari immer wieder kurz zur Seite und hielt seinem Blick kaum lange stand. Wieso nur, hatte sie es in all den Jahren nicht gewagt, direkt mit ihm zu sprechen? Das machte das Unterfangen in der jetzigen Situation nur noch peinlicher.
Seufzend brummte sie kurz etwas und schüttelte dann vorsichtig den Kopf, um den Schwindel nicht gleich wieder einzuladen. "Da-das ist lobenswert... und ich fühle mich natürlich geehrt u-und keineswegs beleidigt...", nuschelte Inari ein wenig unverständlich, bevor sie schluckte und merkte, wie trocken ihr Hals war. Nervös suchte sie sein Gesicht nach einer Regung ab und als sie den Ansatz eines nervösen Lächelns sah, atmete die Dreiundzwanzigjährige erleichtert auf. Sie erwiderte das Lächeln ehrlich und versuchte, seinen Blick zu erwidern, doch er wandte seinen ab. Unsicher, ob sie etwas falsch gemacht hatte, verblasste das Lächeln langsam. "D-die Untersuchung hätte ich ohnehin machen müssen. U-und Ihr könnt ja nichts dafür, dass... nunja, dass dieses törichte Mädchen nicht von euch ablassen kann und sogar ihre Arbeitszeit dafür aufwendet, euch nahe zu sein und ihre Schwärmerei zu vertiefen. Es muss eher mir leid tun, dass sie die Möglichkeit dazu hatte. Und dass sie dann auchnoch ihre Berichte vergaß... und... Ich rede zuveil... Ignoriert mich." In ihrer Aufregung über die Tat der jungen Kunoichi hatte sich Inaris Puls um einiges beschleunigt, doch jetzt zwang sie sich dazu, ruhig zu atmen und versuchte, mit ihrem treuen Blick den Tamakis zu suchen. Dieser Versuch wurde allerdings von Donia unterbrochen, die ihr köstliches Chili mit Reis servierte, genau wie Wasser in einer Karaffe. "Wünscht ihr noch etwas?" Sich ein wenig ertappt fühlend, sah die junge Frau erst Tamaki an, wandte sich dann an die Wirtin und schüttelte den Kopf, worauf wieder der Schwindel einsetzte. Du solltest mehr trinken, Miyu würde dich schelten... Wobei sie das vielleicht auch tun würde, wen sie wüsste, dass du mit ihrem Sohn essen gehst und seinem guten Ruf schadest.
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BeitragThema: Re: Zum Kleinen Shinobi   Sa Mai 28, 2011 6:19 pm

Irgendwie entwickelte sich diese Situation gerade sehr.. unkontrolliert. Peinliches Schweigen, betretenes Lächeln und verschämte Seitenblicke waren doch sonst so gar nicht üblich für den jungen Kazekagen. Doch hier saß er, wagte es kaum Inari anzusprechen, schaute zur Seite und bekam nichtmal ein vernünftiges Lächeln hin. Woran das nur lag? Doch blieb Tamaki keine Zeit jetzt großartig darüber nachzudenken, denn etwas anderes erregte seine Aufmerksamkeit: Inaris Hand glitt in ihr Gesicht und sie schien sich offenbar unwohl zu fühlen, während sie wieder über den mit Herzchen verzierten Bericht blickte. ~Liegt es an mir? Oder ist es der Bericht? Hmm.. vielleicht auch, aber ihr scheint es körperlich unwohl zu gehen. Sieht fast so aus, als wäre ihr schlecht. Es ist heute selbst für unsere Verhältnisse arg heiß draußen und wenn Inari genau so eifrig ist wie Mutter, dann traue ich es ihr durchaus zu, dass sie heute noch keinen Liter Wasser getrunken hat...~ Nach einigen Augenblicken in denen Tamaki die junge Frau vor ihm nur eindringlich beobachtet hatte und zu dem Schluss gekommen war, dass sie wohl zu wenig getrunken haben musste, legte er, ohne großes Federlesen, seine freie Hand auf ihre Stirn, während er sich mit dem anderen Arm noch immer auf dem Tisch abstützte. "Dir ist unwohl, oder Inari-san? Ich glaube du solltest etwas trinken, deine Stirn ist ganz warm." Er konnte nicht genau sagen was es war, vielleicht weil sie ihn gerade ein wenig an seine Mutter erinnerte, der es vor Jahren auch immer so gegangen war, dass sie den halben Tag nix getrunken hatte und dann Schwindelanfälle bekam. Jedenfalls machte es Tamaki plötzlich gar nichts aus, Inari die Hand auf die Stirn zu legen, es geschah wie etwas ganz selbstverständliches und doch war es im nächsten Moment, da er bemerkte, was er gerade tat, wieder etwas besonderes. ~Okay... bleib ruhig Tamaki. Du hast ihr nur die Hand an die Stirn gelegt, das ist doch vollkommen harmlos. Werd jetzt nicht rot, bleib ruhig, nimm die Hand wieder weg und alles wird gut werden.~ Er sprach sich selbst Mut zu und zog seine Hand dann auch wieder zurück, wobei er ein gewisses Zittern nicht unterdrücken konnte. Er schluckte, würde sie wütend auf ihn sein, weil er sie einfach so mir nichts dir nichts angefasst hatte? Er hoffte, dass dem nicht so sein würde, wenn doch könnte das Ganze hier noch peinlicher werden. Sollte er die Wirtin rufen und etwas zu Trinken bestellen? Doch da kam Donia auch schon wieder an ihren Tisch und servierte das Chili, samt einer großen Karaffe Wasser. Er hatte in seiner Sorge um Inari nicht einmal daran gedacht, ihre Worte irgendwie zu kommentieren, er hatte einfach aus Instinkt heraus gehandelt und dabei, so dachte er jetzt zumindest, etwas ziemlich blödes und unangebrachtes getan. Hatte die Wirtin ihnen zugesehen? Inari machte auch den Eindruck, als würde sie sich ertappt fühlen, hach was würde sich die Presse wahrscheinlich noch in der Abendausgabe über die Beiden hier die Mäuler zerreißen, doch spielte das jetzt und hier eine Rolle? Nein, irgendwie noch nicht. Tamaki schüttelte ebenfalls betreten den Kopf und als die Wirtin sich wieder abgewandt hatte, begann der Kazekage auf das Chili vor ihm zu sehen. Es duftete herrlich, doch nahm er das gerade gar nicht richtig wahr. Seine Gedanken kreisten darum, ob er sich und Inari nun wirklich in Verruf gebracht hatte, ob er etwas dummes getan hatte oder ob das Ganze einfach vergessen werden würde. Die kommenden Tage würden es schon noch zeigen.
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BeitragThema: Re: Zum Kleinen Shinobi   Sa Mai 28, 2011 6:57 pm

Inari seufzte leise und bemerkte, dass Tamaki nicht auf ihr Gesagtes reagierte. Sie spürte seine Blicke auf sich und musste sich zusammenreißen, um nicht sofort wieder rot zu werden. Das Schwindelgefühl und die aufkeimende Übelkeit ebbten langsam ab, sodass sie wieder klarer denken konnte. Ihr Blick war immernoch ein wenig verschwommen, aber das würde sich hoffentlich bald wieder geben. Ein wenig kraftlos sanken ihre Schultern herab und ihre Sitzposition war nicht mehr ganz so gerade. Zuerst registrierte sie gar nicht, dass Tamaki sie nicht nur direkt ansah, sondern ihr auch eine Hand auf die Stirn legte. Vor Schreck weiteten sich kurz ihre Augen, doch sie beruhigte sich rasch, als sie seine Worte hörte. Dankbar, für die Sorgen, die er sich machte, brachte sie ein gequältes Lächeln zu Stande. Es war vielleicht ein bisschen offensichtlich, dass sie sich ziemlich darüber freute, aber momentan war das eher weniger von Bedeutung. "Ja, das kann gut sein... I-ich komme bei der Arbeit selten dazu...", erwiderte sie leise und blickte ihm direkt in die Augen, die sie so besorgt ansahen. Nach einer kurzen, spannungsvollen Pause nahm er seine Hand zurück. Das kaum sichtbare Zittern fiel Inari sehr wohl auf, aber sie schob es einfach darauf, dass er Hunger hatte oder dass er seinen Arm so lange nach oben gehalten hatte. "Ich glaube, wenn Eure Mutter mich so sehen würde, würde sie mir eine Standpauke halten, die mir noch wochenlang die Ohren klingeln ließe...", gab die Iryonin leise von sich und brachte sogar ein schwaches Lachen zu Stande. Sie versuchte, die peinliche Situation ein wenig zu entkrampfen, immerhin wollten sie nur Mittagessen. Und auch wenn es unangenehm war, musste sie die Masse ignorieren. Schweigen und ertragen war immer die beste Methode.
Donia betrachtete die Kodama mitfühlend, als sie sah, dass es ihr offenkundig nicht gut ging, schien aber auch keine Anstalten zu machen etwas zu unternehmen. Scheinbar wollte sie Tamaki nicht vorführen und hielt sich nur bereit, falls er sie rufen würde. Immerhin war er Kazekage und als solcher sollte er einen Flüssigkeitsmangel, gerade in Sunagakure, doch erkennen können. Inari war recht dankbar, dass die Wirtin nichts sagte, auch nicht zu der Geste, die zuvor abgelaufen war und von ihren Adlersaugen sicher erkannt worden war. Mit zitternden Händen griff Inari nach der Karaffe und setzte sie zweimal ab, bevor sie es schaffte, sich Wasser einzuschenken und bei Tamaki das selbe tat. Langsam trank sie einen Schluck und war froh, als sie spürte, dass das Wasser wenigstens die Übelkeit zurückdrängte. Nach einigen weiteren Minuten des Schweigens hatte sie ihr Glas halb geleert und sah dann ebenfalls auf das Curry. "Tut... tut mir leid, wegen der Umstände. Ich wünsche euch einen guten Appetit, Tamaki-san.", murmelte sie ein wenig verlegen und begann damit, ihr Mittagessen zu verzehren. Es war wunderbar, als sich die Gewürze in ihrem Mund ausbreiteten. Donias Curry war tatsächlich nicht von schlechten Eltern und ziemlich scharf, aber es schmeckte himmlisch. Ein wenig schwindlig wurde ihr doch nochteinmal, also versuchte Inari, noch ein wenig mehr zu trinken und sah dann zu ihrem Gegenüber. Sie grübelte nach einem Gesprächsthema und durch das dumpfe Pochen in ihrem Kopf wurde es nicht einfacher. Trotzdem fiel ihr ein Thema ein, das sie zumindest nicht dazu brachte, verlegen zu schweigen. "Wie geht es euerer Mutter? Ich habe sie eine ganze Weile nicht gesehen, hat sie viel zu tun?" Die junge Frau klang ehrlich interessiert, was es Tamaki auch hoffentlich leichter machen würde, darüber zu sprechen, anstatt zu Schweigen. Denn das Schweigen machte sie nur noch nervöser und ließ sie glauben, sie habe etwas falsches getan. Allein ihre Anwesenheit wäre falsch...
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BeitragThema: Re: Zum Kleinen Shinobi   Sa Mai 28, 2011 7:35 pm

Puh, noch einmal Glück gehabt! Inari reagierte weit weniger impulsiv, als man es vielleicht erwartet hätte. Tamaki sah zwar, wie sich ihre Augen weiteten, als sie bemerkte, was er da tat, doch war auch diese Gewisse Dankbarkeit in ihrer Mimik unverkennbar. Als er seine Hand wieder bei sich hatte, erzählte Inari ihm, dass Miyu sie jetzt wahrscheinlich schrecklich getadelt hätte, doch dazu hatte Tamaki dann auch etwas zu sagen. "Oh, wenn sie wirklich angefangen hätte, dir eine Moralpredigt zu halten, dann hätte ich sie an ihre eigene Jugend erinnern müssen. Weißt du, sie war früher ganz genau so. Hat den ganzen Tag über nur an ihre Patienten gedacht und solch 'nebensächliche' Dinge wie Trinken oder Essen immer aufgeschoben, bis sie fast umgekippt ist. Du musst dir also keinen Vorwurf machen, aber trink bitte trotzdem gleich etwas." Er lächelte ihr verständnisvoll entgegen, sicherer als noch zuvor, nun da sich die Lage doch wieder verharmlost hatte.
Tamaki sah Inari dabei zu, wie sie die Karaffe scheinbar recht mühevoll anhob um sich selbst und ihm Wasser einzuschenken. Am liebsten hätte er es für sie übernommen, doch wollte er sie in ihrer Ehre als Kunoichi nicht kränken, indem er sie jetzt übermäßig bemutterte. Das würde ihr sicher nicht nur Unbehagen bringen, sondern auch die Gerüchteküche weiter aufheizen und zu neuen Spekulationen inspirieren, was zwischen der Iryonin und dem Kazekagen für Verbindungen bestanden.
Es war beruhigend mitanzusehen, wie Inari ihr Glas halb leerte und sie sich dabei ganz offensichtlich wieder etwas entspannte. "Oh, du musst dich doch nicht entschuldigen, du machst mir keine Umstände und es freut mich, wenn es dir jetzt wieder besser geht. Dir auch einen guten Appetit, Inari-san", sprach er und machte sich dann selbst über sein Essen her, da er es als ungehörig empfunden hätte, sie jetzt weiter anzustarren. Er aß gesittet und vornehm, wirkte dabei sogar recht anmutig, wie es sich für eine Person seines Ranges gehörte. Die Etikette hatten ihm seine Eltern von klein auf beigebracht, so dass zumindest dies seit der Ernennung zum Kage keine große Umstellung gewesen war. Das einzig Neue war gewesen, nun auch beim Essen ständig beobachtet zu werden, aber nach einem Jahr hatte man sich daran gewöhnt. Das Chili schmeckte tatsächlich sehr gut, die Gewürzmischung hatte etwas einzigartiges und Tamaki war sich sicher, dass es eine hausgemachte Mischung nach altem Familienrezept war, welches die Wirtin sicherlich hütete wie ihren Augapfel. Dann durchbrach Inaris Stimme einmal mehr die Stille um sie herum, sie erkundigte sich nun nach Miyu, kein wunder, schließlich war sie jahrelang ihre Schülerin gewesen, da interessierte man sich ja doch für das Befinden der Person, die einem so vieles beigebracht hatte. "Okasan? Ihr geht es gut, wie immer wenn sie arbeiten kann. Jetzt, wo sie ja offiziell in Rente ist, nimmt sie sich die Zeit um die Fragen der neuen Iryonin-Schüler zu beantworten und hält hin und wieder Seminare bei uns daheim ab. Aber sie beklagt sich öfters über die jungen Leute und meint, keiner von ihnen sei auch nur ansatzweise so talentiert wie du." Bei den letzten Worten musste er etwas grinsen und legte den Kopf dabei schräg. Ja, es war wirklich wahr, Inari war immer Miyus Lieblingsschülerin gewesen und sie hatte sie schon oft Tamaki gegenüber erwähnt. Vielleicht war es das gewesen, was ihn hatte glauben lassen, Inari sei zu elitär um für so etwas banales wie Freundschaft oder sonstige zwischenmenschliche Beziehungen Zeit zu finden.
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BeitragThema: Re: Zum Kleinen Shinobi   Sa Mai 28, 2011 7:57 pm

Inari nickte vorsichtig und lächelte ein wenig. Es war beinahe schon rührend, wie er sich sorgte. Eine Eigenschaft, die er wohl von seiner Mutter hatte, doch keine Negative. Der Hauch eines Errötens legte sich über ihre Züge, doch es war nicht unangenehm. Es konnte genausogut von der Schärfe des Chilis kommen. Sie war froh, dass er ihr mit dem Wasser nicht zu helfen versuchte, denn - auch wenn es sie nicht gestört hätte - dann wäre es nur neuerlicher Zunder für eine bereits hohe Flamme gewesen. So aß sie langsam und gesittet und betrachtete immer wieder mit verstohlenen Blicken Tamaki. Er hatte wirklich die Art seiner Mutter, wie er aß. Natürlich sah er dabei männlicher aus, aber doch genauso elegant und auch seine Bewegungen erinnerten die Kunoichi an sie. Doch sie schob diesen Gedanken beiseite, aß weiter und machte zwischen zwei Bissen eine kurze Pause. "Schmeckt es euch? Ist es auch nicht zu scharf? Donia ist sehr stolz auf das Rezept, aber für euch würde sie sicher etwas verändern.", erkundigte die junge Frau sich und lächelte leicht. Ihre Hand hob das Wasserglas wieder an, bevor sie trank und es - immernoch ein wenig zitternd - wieder hinstellte. Es bereitete ihr Sorgen, dass sie immernoch zitterte, obwohl ihr Körper doch nun zu verarbeiten hatte. Aber sie erinnerte sich daran, dass man Geduld brauchte, um einem erschöpften Körper Zeit zu geben, sich zu erholen. So schloss sie kurz die Augen, atmete tief durch und versuchte, das Zittern ein wenig im Zaum zu halten, um wenigstens das köstliche Chili nicht zu verkleckern. Gespannt lauschte sie dabei Tamakis Ausführungen zu seiner Mutter und kicherte leise, wurde aber auch rot, als er von ihr sprach. "Ta-tatsächlich?", fragte sie erstaunt und verfluchte sich sogleich dafür, dass ihre Stimme so ungläubig klang. Seine Mutter war schließlich kein Unmensch, sie war nur eine strenge, aber sehr gute Lehrerin. "Und das sagt sie über jemanden, der garnicht von hier ist. Aber ich denke, sie hat Recht. Tatsächlich geht die Zahl der Iryonin in Sunagakure zurück und nunja... ich wage nicht, über ihr Talent zu urteilen, aber wenn es dann solche gibt, wie dieses junge Mädchen... Nunja ihr könnt euch denken, dass es nicht von großem Eifer zeugt, dass sie während ihrer eigentlichen Arbeitszeit einer Schwärmerei nachgeht..." Ein wenig unsicher leerte Inari ihr Glas und seufzte. Nocheinmal würde sie nichts einschenken, dummerweise war das Zittern zu stark. So aß sie weiter und leerte ihren Teller langsam, bevor sie sich zurücklehnte. Sie sah auf ihre Hände hinab und bemerkte, dass sie sich in den Stoff des Kimonos krampften, bevor sie sich zwang, diese Haltung zu lösen. Ihr besorgter Blick klarte sich erst auf, als sie Tamaki wieder ansah und ihm ein Lächeln schenkte.
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BeitragThema: Re: Zum Kleinen Shinobi   Sa Mai 28, 2011 8:45 pm

Auch Tamaki hatte es sich nicht nehmen lassen, während des Essens immer wieder einmal den Blick zu Inari wandern zu lassen. Ja sie aß wie eine echte Dame, anmutig und beherrscht. Dass sie ihm genau so Blicke zuwarf, wie er ihr welche schenkte, wurde beiden wohl spätestens dann bewusst, als sich ihre Blicke trafen, woraufhin Tamaki leicht errötet wieder auf seinen Teller blickte. Doch konnte auch er zum Glück vortäuschen, dass es an der Schärfe des Chilis und nicht an Inari lag, welche ihm die Farbe ins Gesicht trieb. Als die junge Iryonin ihn dann auf das Chili ansprach blickte er sie wieder freundlich an, doch verfinsterte sich sein Blick etwas, als Inari meinte, Donia würde das Rezept des Chilis für ihn sicherlich abändern. "Bloß nicht!", entgegnete er mit leichter Empörung in der Stimme. "Zum einen ist dieses Chili wirklich vorzüglich und zum anderen bin ich hier auch nur ein normaler Kunde und will hier keine Sonderbehandlung. Ich wünschte, die Leute würde mich nach wie vor wie jeden anderen ihrer Mitmenschen behandeln. Ich bin nicht besser als einer von ihnen, man hat mir nur die Aufgabe anvertraut über das Dorf zu wachen und es zu leiten. Ich bin doch auch nur ein ganz normaler Mensch, kein Held oder sonstiges, was eine Sonderbehandlung verdient hätte." Da sprach eine gewisse Bescheidenheit aus ihm heraus, die er sich seit seiner Ernennung zum Kazekage behalten hatte. Er hatte es als glücklichen Zufall empfunden, das gerade er zum Kage gewählt worden war und kein anderer, darum hatte er sich auch nie gegenüber der anderen Ninja und Bewohner des Dorfes erhaben gefühlt, er selbst empfand sich schlicht und ergreifend als einer von ihnen und er wusste, dass er seine Pflichten als Kazekage nur so gut erfüllen konnte, weil sie ihn unterstützten.
Doch beruhigte sich Tamaki auch sehr schnell wieder und war erneut zum Essen übergegangen. Die Art und Weise, wie Inari auf das Lob seiner Mutter reagierte, empfand er als süß und konnte sich eines Lächelns nicht erwehren. Ihre Beschwerde über die junge Iryonin war zwar nicht ganz unbegründet, aber dennoch war Tamaki versucht sie zumindest etwas in Schutz zu nehmen. "Nunja, sie ist noch sehr jung, da vernachlässigt man schon einmal seine Pflichten ein wenig, aber an und für sich schien das Mädchen doch recht kompetent zu sein. Man muss ihr wohl noch etwas Zeit geben, um Professionalität zu lernen, aber ich weiß, dass auch ich in meiner Jugend nicht immer so professionell war, wie ich es als Shinobi hätte sein sollen." Eine kurze Pause trat ein, in der sich sein Blick verdüsterte, da er gerade wieder unweigerlich an jenen Tag denken musste, an dem er fast gestorben wäre und an dem fünf Menschen vor seinen Augen gestorben waren. Er schüttelte den Kopf, um den Gedanken wie eine Fliege wieder zu vertreiben und dennoch hellte sich seine Miene nicht direkt auf. Er sah wie sich Inaris Finger in ihren Kimono verkrampften und daher wurde sein Blick wieder besorgt, er konnte quasi spüren, dass sie noch nicht genug getrunken hatte, es aber aufgrund des Zitterns nicht wagte, die Karaffe anheben zu wollen. Doch dieses Mal würde er sie damit nicht bloß stellen und so schenkte er diesmal ihr das Wasser ins Glas ein und reichte ihr eben jenes dann auch, in der Hoffnung, dass es ihr recht schnell wieder besser gehen würde. "Hier, trink noch etwas, Inari-san. Bei den Temperaturen heute, kann man ja quasi nicht genug Wasser bekommen." Er kaschierte den besorgten Unterton in seiner Stimme recht gut und schenkte ihr ein liebevolles Lächeln, als er ihr das Glas so hinhielt, doch machte er sich innerlich gerade wirkliche Sorgen um das Wohlbefinden der Iryonin, war es wirklich nur Wassermangel, der sie hier so schlauchte?
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BeitragThema: Re: Zum Kleinen Shinobi   Sa Mai 28, 2011 9:14 pm

Inari kam nicht umhin, Tamaki zu belächeln. Er war so unglaublich bescheiden, dass es beinahe schon aufgesetzt klang, aber wenn man ihn ansah und seine Worte hörte, konnte man die Ehrlichkeit förmlich spüren. Sicher gab es auch Momente, in denen er die Aufmerksamkeit genoss, aber das sollte ihm ruhig gegönnt sein. Dennoch wollte sie dieses Thema nicht einfach so im Raum stehen lassen, fand sie doch, er war ein wenig zu bescheiden. "Tamaki-san, erlaubt mir, offen zu sprechen. Es ist sehr lobenswert, dass ihr euch eure Bescheidenheit bewahrt, dennoch solltet ihr die Leute verstehen. Immerhin seid ihr der, der alle im Zweifelsfall verteidigen soll, der, der alle schweren Entscheidungen trifft und nicht zuletzt der, der sein Privatleben hinter die Interessen des Dorfes stellt. Ihr bringt große Opfer und dass soetwas mit großer Bewunderung verbunden ist, ist nur natürlich." Ihre Stimme klang nicht ganz so fest, wie sie es sich gewünscht hatte, aber man konnte schließlich nicht alles haben. "Natürlich braucht ihr die Unterstützung der 'gewöhnlichen' Shinobi, aber sie brauchen auch jemanden, zu dem sie aufsehen können. Ich denke, ihr seid so jemand, Tamaki-san." Ein wenig errötend wandte sie den Blick auf ihren leeren Teller und lauschte seinen Worten. Er schien das junge Mädchen verteidigen zu wollen, was Inari gut verstehen konnte, aber sie sah auch die Konsequenzen, die ein unachtsames Handeln als Iryonin hatte. Vielleicht war das eine Angewohnheit, die sie sich von Miyu abgeschaut hatte, aber lieber lernte man zu früh als zu spät. Und das galt bei Medizinern mehr, als bei allen anderen. Immerhin konnte ihr Wissen leben retten. Deshalb protestierte die junge Frau zwar nicht, zuckte aber die Schultern. "Es mag hart erscheinen und vermutlich ist es das auch, aber solch ein Handeln bei einem schwer kranken Patienten und sein Leben ist verwirkt. Immerhin bekommt sie keine Strafe, sie wird sich aber der möglichen Konsequenzen bewusst werden und das ist Strafe genug."
Immernoch mit einem dumpfen Pochen im Kopf sah die Türkishaarige zu ihrem Erstaunen, dass der Gesichtsausdruck Tamakis düster war, als er schwieg und sie fragte sich, woran er dachte. Doch es wäre wohl unhöflich gewesen, hätte sie so direkt danach gefragt, also hob sie es sich für einen vielleicht wesentlich besser passenden Moment auf. Stattdessen sah sie mit Erleichterung zu, wie er ihr ein weiters Glas Wasser einschenkte und es ihr hinhielt. Sein Blick, der so sorgenvoll und liebevoll schien, nahm Inari sofort ein, sodass sie mit zitternden Händen das Glas entgegen nahm und doch nichts trank. Hielt sie es nur vor ihrer Brust fest und schien auch erst in die Realität zurück zu kehren, als sie etwas nasses spürte. Erschrocke und verwirrt blickte sie auf ihre Hand und bemerkte das starke Zittern, das ein wenig Wasser verschüttet hatte. Hastig wischte sie das Wasser weg und trank aus dem Glas, bevor sie es auf den Tisch stellte, wo es einen feuchten Ring um seinen Boden hinterließ. "Es ist wirklich ganzschön warm...", murmelte die junge Frau und rieb sich die Augen. Sie war froh, dass es ihr gelungen war, die dunklen Augenringe vom Morgen ein wenig zu verdecken. Seufzend riss sie sich zusammen und sah Tamaki an. "Seid... seid ihr fertig? Wo-wollt ihr gehen..?"
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BeitragThema: Re: Zum Kleinen Shinobi   Sa Mai 28, 2011 10:40 pm

Tamaki sah Inari weiterhin an, als sie nun begann ihm einen kurzen Vortrag darüber zu halten, warum es in Ordnung war, dass ihm eine gewisse Sonderbehandlung zuteil wurde. "Immerhin seid ihr der, der alle im Zweifelsfall verteidigen soll, der, der alle schweren Entscheidungen trifft und nicht zuletzt der, der sein Privatleben hinter die Interessen des Dorfes stellt." Er saß still da, als sie ihm das sagte und eigentlich wusste er das ja auch, dass er eben eine Sonderposition innerhalb des Dorfes inne hatte, weshalb er ihr jetzt auch nicht weiter widersprach, obwohl es ihm dennoch nicht ganz recht war.
Er bemerkte auch, dass sie durchaus ein gewisses Verständnis für die junge Iryonin aufbrachte, als er sie ein wenig in Schutz nahm, doch konnte er ihrer Antwort auch nicht viel entgegensetzen. Es stimmte, dass vom Handeln der Mediziner Leben abhingen und sie daher noch viel dringender als alles anderen professionel agieren mussten. Seine Mutter hatte ihm das schon oft gesagt und Inaris Wortwahl kam der seiner Mutter sogar so nahe, dass er sich direkt wieder an sie erinnert fühlte. ~Da hast du dir wirklich eine würdige Nachfolgerin geschaffen, Okasan~, dachte sich der Kazekage, als er Inari so reden hörte.
Als sie sich dann dem Glas zuwandte, dass er ihr entgegen hielt entging ihm nichts, er sah durchaus deutlich, wie stark die junge Frau zitterte, so dass das Wasser über den Rand des Glases schwappte und ihre helle Haut benetzte. ~Sie zittert so stark, ich hoffe, dass das nichts ernsthaftes zu bedeuten hat und nur daran liegt, dass sie zu wenig getrunken hat... Mutter wüsste jetzt sofort, woran es liegt, aber ich war nie dafür geeignet ein Heiler zu werden, bleibt mir also nur zu hoffen, dass Inari weiß, wo die Grenzen ihres Körpers liegen.~ Noch immer blickte der Kazekage besorgt zu seiner schönen Begleiterin, während diese das verschüttete Wasser aufwischte und die hohen Temperaturen ansprach. "Ja, du hast recht und gerade deshalb ist es wichtig, an Tagen wie diesem, viel zu trinken." Er bemühte sich darum wieder einen freundlichen Blick aufzusetzen und nicht ganz so besorgt dreinzublicken, sie konnte sich wahrscheinlich dennoch denken, dass er sich Sorgen machte, aber man musste es ja nicht ganz so offenkundig zeigen.
Als sich die Iryonin dann danach erkundigte ob Tamaki fertig sei, nickte dieser ihr stumm zu und hob die Hand, um die Wirtin herbeizurufen. Mit ihren Argusaugen, hatte sie das Signal natürlich sofort erspäht und war rasch herbeigeeilt. "Ich würde gerne bezahlen,Madame Donia, sie wissen ja Bescheid, beide Menüs." Die blonde Dame lächelte dem Kazekagen entgegen und erkundigte sich danach ob es den beiden denn auch geschmeckt hätte. "Oh ich glaube, mit Fug und Recht behaupten zu können, dass ihr Chili das Beste war, dass ich bisher in unserem schönen Dorf gekostet habe", antwortete Tamaki und zauberte der Wirtin damit ein strahlendes Lächeln aufs Gesicht. Er zog einige Geldscheine aus seinem Portemonnaie und reichte sie der Blondine, die gerade schon begann Wechselgeld aus ihrem Geldbeutel zu klauben als Tamaki ihr sagte, es stimme so. Sie bedankte sich herzlich und ließ die Beiden dann wieder allein, wobei sie Inari einen wissenden Blick zuwarf, ehe sie in Richtung der Küche verschwandt. Tamaki war aufgestanden und hatte sich neben seiner Begleiterin hingestellt, der er nun seinen Arm anbot. "Wollen wir dann gehen?" Er wusste zwar nicht, wie recht es ihr sein würde, seinen Arm entgegenzunehmen, doch ihm wäre es im Moment durchaus recht, da er so ihre Schwindelattacken besser im Auge behalten und sie im Notfall besser stützen konnte, doch wenn sie es bevorzugen würde, allein zu laufen, würde er dies selbstredend akzeptieren und sie einfach so im Auge behalten.
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BeitragThema: Re: Zum Kleinen Shinobi   Sa Mai 28, 2011 11:09 pm

Inari grummelte in sich hinein, als ihr bewusst wurde, dass ihr Begleiter alles beobachtet hatte. Sie zwang sich, ruhiger zu werden und trank noch ein wenig, um das Zittern loszuwerden. Tatsächlich hatte sie Angst, er würde am Ende noch sie ins Krankenhaus oder gar zu seiner Mutter bringen. Entschlossen, dem entgegenzuwirken schloss sie also kurz die Augen und atmete tief durch. Sein besorgter und zugleich liebevoller Blick lies sie abermals ein wenig erröten, doch es schmeichelte ihrem Gesicht jetzt eher, als dass es unnormal aussah. Er wollte es scheinbar nicht ganz so offen zeigen, vielleicht auch, weil er darauf bedacht war, dass nicht zu viel Klatsch entstand. Immerhin würde auch seine Mutter davon Wind bekommen. Der jungen Frau graute es jetzt schon vor der nächsten Begegnung mit ihr, obwohl sie sie eigentlich mal wieder herbeisehnte. Derart zwiegespalten bekam sie kaum mit, wie Donia mit Tamaki sprach, sah nur sein Lächeln und dass er sprach, bis sie den Blick der Wirtin spürte. Er war vielsagend und er bereitete der Iryonin großes Unbehagen. Diese Frau kannte sie und wenn selbst sie schon solche Gedanken hegte... Grübelnd wandte sie sich wieder dem Kazekagen zu, der bereits aufgestanden war und sich neben sie gestellt hatte. Demonstrativ hielt er seinen Arm in ihre Richtung, um ihr zu bedeuten, sich unterzuhaken. Inari überlegte eine Weile, ob es unhöflich war, das ganze nicht anzunehmen. Sie packte zuerst den Bericht wieder ein. "Wollen wir dann gehen?" Seine Stimme klang in ihren Ohren und widerstrebend stemmte sie sich von der stützenden Sitzbank. Die Türkishaarige erwägte, inwieweit sie laufen konnte, machte einen unsicheren Schritt auf den Sakarashi zu, bevor sie eifrig ihren Arm um seinen schlang und Tratsch Tratsch sein ließ. Ihr Kreislauf schien gerade ziemlich angeschlagen, also wollte sie nicht das Risiko eingehen, dass sie umfallen würden. Wenn Tamaki ihr dann helfen würde, wären die Konsequenzen um einiges schlimmer, als wenn sie sich einfach nur bei ihm unterhakte... zumindest redete sie sich das ein. "Tut mir leid, dass ich so an Euch hänge, Tamaki-san.", murmelte sie leise und ging ihre unsicheren, etwas tapsigen Schritte neben ihm her. Das dumpfe Pochen in ihrem Kopf wurde ein wenig stärker aufgrund der neuen Bewegung, doch sie gewöhnte sich rasch daran und konnte es ignorieren, um ihre Gedanken zu ordnen. Sie musste zum Kazekagegebäude, die Untersuchung durchführen und im Krankenzimmer auch einige organisatorische Dinge erledigen. Planung war das A und O wenn die Patienten rund um die Uhr versorgt werden sollten. Noch etwas wackelig auf den Beinen verließ Inari gemeinsam mit ihrem Begleiter das Restaurant, nachdem der Junge, der mittlerweile faulenzen konnte, sich mit einer ehrfürchtigen Verbeugung verabschiedete und breit grinste. Er war fröhlich. Draußen auf der Straße löste sie sich Probehalber von Tamaki, wobei der Schwindel zwar kam, aber auszuhalten war. Reiß dich zusammen, Inari. Es ist nur Schwindelgefühl, kein Weltuntergang. Ein wenig geknickt und scheinbar müder, als sie sein sollte, setzte sie ihren Weg - manchmal stolpernd oder wankend - zum Kazekagegebäude fort und flüchtete sich dort gemeinsam mit ihm ins Krankenzimmer.

OW: Krankenzimmer der Kazekageresidenz
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