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 Titel des Themas

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BeitragThema: Re: Titel des Themas   So Apr 17, 2011 10:45 pm

Noch in der Luft wurde Makoto bestätigt, dass sein Taijutsu wirklich den Erfolg gebracht hatte, den er sich erhofft hatte. Kyoushi war kräftig auf den Boden geschmettert worden und während der Weißhaarige leicht auf beiden Füßen landete, hob sein Freund abwehrend die Hand und schien ihm wohl signalisieren zu wollen, dass er vorerst aufgab. Er vertraute ihm sogar soweit, dass er sich, als er unter Schmerzen aufgestanden war, von ihm abwand und sich die Hände fesseln lassen wollte. Mit abschätzendem Blick kam Makoto auf ihn zu, sah regelrecht, wie verletzt der Rothaarige doch war und das er wohl damit recht hatte, sich abführen und behandeln zu lassen. Sehr lange hätte er wohl nicht mehr durchgehalten. Da hast du wohl recht..., sprach er seufzend, riss sich den Ärmel vom Pullover, der wegen seiner Schulterverletzung sowieso leicht zerissen und blutdurchtränkt war und fesselte damit die Handgelenke des anderen hinter dessen Rücken. Eigentlich war dem Hatake unwohl bei dem Gedanken, seinen Freund ausliefern zu müssen, doch es gab nun keinen anderen Weg mehr, alleine wäre Kyoushi nun aufgeschmissen und würde nur noch schneller seinen Kollegen zum Opfer fallen. Er musste die Lage wohl nun einfach akzeptieren und das Beste daraus machen.
Kannst du das Stück zurück selbst gehen oder soll ich dich tragen?, fragte er, während er einen Knoten in den Ärmel band vorsichtig, weil er den Stolz des anderen nicht noch mehr angreifen wollte. Das wollte er ihm immerhin lassen, wenn er ihn schon nicht bei der Flucht hatte helfen können und ihn nun so krass zugesetzt hatte.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   So Apr 17, 2011 10:53 pm

Kyoushi war schwindelig, doch er würde sich sicherlich nicht tragen lassen. "Ich laufe", erwiderte er kühler, als er es gewollt hatte. Tatsächlich schaffte er es ein gutes Stück zu Fuß, doch dann brach er in die Knie und begann erneut zu husten, das Gewebe um die gebrochene Rippe war angeschwollen und behinderte noch immer die Atmung des Rothaarigen. Außerdem bestand die Gefahr, dass durch eine falsche Bewegung einer der gebrochenen Knochen die Lunge durchstieß. Kyoushi hatte also keine Wahl, als sich helfen zu lassen, doch durch die Schmerzen war er ohnehin zu benommen, um sich großartig dagegen zu wehren. Wenigstens wirkte er anständig besiegt.

Die ANBU würden ihn zurück nach Konoha bringen, wo er zunächst wohl ins Krankenhaus eingewiesen wurde, mit Sicherheit streng bewacht. Das würde eine ganze Weile bequemer sein als alles, was später im Gefängnis auf den Rothaarigen zukäme.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   So Apr 17, 2011 11:11 pm

Wie Makoto es erwartet hatte, wollte sein Freund lieber selbst gehen und trotz seines immer schlechter werdenden Zustands, schaffte er auch ein gutes Stück und mehr, als der Weißhaarige sich hätte vorstellen können. Nach einer Weile aber sank er in die Knie, hustete und hatte wohl keine andere Wahl mehr, als sich tragen zu lassen. Keine Angst, ich tu dir nicht mehr weh und pass auf dich auf., sprach Makoto ruhig, während er etwas in die Hocke ging, um seinen Freund sachte und übervorsichtig auf seine Arme zu nehmen. Zwar war er dort selbst verletzt und der tiefe Schnitt an der Schulter begann erst jetzt nach dem Kampf richtig zu schmerzen, aber das war ihm egal. Dem Rothaarigen ging es viel schlechter als ihm und über die gesunde Schulter wollte er ihn nicht legen seiner Rippen wegen. Es würde schon das letzte Stück noch so funktionieren. Halt bitte durch, ja?, flüsterte der Hatake dann noch sanft und fürsorglich und ging dann ein wenig schneller, um baldig das Dorf zu erreichen.

Dort angekommen, nahmen sie die anderen Anbu sogleich in Empfang, beglückwünschten Makoto zu seinem Sieg und der ausgeführten Mission und Koi, die Medic unter ihnen, unternahm die erste Hilfe bei Kyoushi und auch bei Makoto. Mittels eines Heuwagens, den man einem Bauer hatte abschwatzen können, machten sich die fünf Anbu, zusammen mit dem verletzten und nun gefangenen Nuke auf den Weg zurück nach Konoha.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   So Apr 17, 2011 11:19 pm

Man hatte Kyoushi sediert und ihn anständig gefesselt, bevor man ihn auf den Wagen gelegt hatte. Es war eine nicht unerhebliche Strecke, die sie zurücklegen mussten und es war besser, wenn der Nuke ihnen keinen Ärger machte. Allerdings ließen sie ihn durch Makoto und Koi streng überwachen, denn die Sedierung könnte seine Atmung weiter abschwächen. Ehe sie Konoha erreichten hatte sich der Zustand des Rothaarigen verschlechtert und so würden die Verhöre warten müssen, bis er gesundheitlich wieder dazu in der Lage war.

Einen Abend später war Kyoushi wieder voll bei Bewusstsein. Man hatte seine Arme und Beine an das Bett geschnallt, was ihm zwar noch erlaubte, sich auf die Seite zu drehen, jedoch weitere Bewegung verhinderte. Zudem raubte es ihm die Möglichkeit, sein Chakra zu nutzen. Die Schmerzen und die noch andauernde Erschöpfung waren dem Nuke anzusehen, ungleich stärker war jedoch seine Unruhe zu bemerken. War es vielleicht sogar Angst? Sein Vater hatte sich für diesen Abend angekündigt. Er durfte ihn nicht alleine treffen und würde von einem ANBU begleitet werden - Kyoushi hoffte, dass es sich dabei um Makoto handeln würde. Seit ihrem Kampf hatten die beiden sich nicht mehr gesehen, zumindest nicht so, dass Kyoushi Erinnerung daran hätte. Der Rothaarige war nervös und musste vor sich selbst zugeben, dass er das Treffen mit seinem Vater fürchtete. Vielleicht war dieser im Laufe der nächsten Tage nicht der einzige Bekannte, den Kyoushi zu Gesicht bekam und dessen Vorwürfe er sich anhören müsste...
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   So Apr 17, 2011 11:47 pm

Während der Fahrt nach Konoha wich Makoto seinem sedierten Freund kein Stück von der Seite, beobachtete ihn zusammen mit seiner Kollegin Koi streng und ließ sich auch nicht davon abhalten, gelegentlich mit einem Tuch, welches er mit seinem Suiton befeuchtete, über die Stirn des Rothaarigen zu tupfen, wenn dieser fieberte. Mittlerweile hatte er die anderen auch darüber aufgeklärt, wie er zu Kyoushi stand, das sie früher Freunde gewesen waren und er sich deshalb selbst um ihn hatte kümmern wollen. Das sie noch immer Freunde waren erwähnte er nicht, auch nicht die anderen Einzelheiten. Und wie er es erwartet hatte, nahm ihm das auch keiner für übel, immerhin hatte er den Nuke geschnappt. Im Dorf versteckt hinter den Blättern angekommen, brachte Makoto den Rothaarigen selbstverständlich noch mit ins Krankenhaus und als die anderen schon gegangen waren, strich er ihm noch einmal sanft über die Hand und gind dann selbst zu einem Medic, um sich besser zusammen flicken zu lassen.

Am Abend darauf fand sich der junge Hatake auch schon wieder dienstlich und in kompletter Uniform vor dem Krankenhaus wieder und wartete auf denjenigen, dem er Begleitschutz antragen sollte. Die Wunden die er davongetragen hatten waren nun nur noch Kleinigkeiten, seine Schulter schmerzte aber noch immer und sein Chakra war auch noch nicht vollständig wieder beisammen, weswegen er sich noch immer etwas erschöpft und geschlaucht fühlte. Auch sein Auge machte ihm heute ein wenig zu schaffen, da er die Nacht über kaum hatte schlafen können. Immer wieder waren seine Gedanken sorgenvoll zu Kyoushi abgedriftet und an Ruhe war nicht zu denken gewesen.
Nach einigen Minuten des Wartens kam nun endlich sein Klient, stampfte grimmig auf ihn zu und irgendwie wusste Makoto, dass dieses Wiedersehen, welchem er beiwohnen würde, nicht freudiger Natur sein würde. Ohne großartige Begrüßungsfloskeln und nur mit einem gegenseitigen Nicken, betraten der Hatake und Kyoushis Vater das Krankenhaus und wenig später das Krankenzimmer. Ob sein Freund ihn wohl in dieser Aufmachung erkennen würde? Mit diesem Gedanken schloss Makoto die Tür hinter sich und blieb in einer Weite stehen, in der er eingreifen konnte, falls vielleicht doch etwas geschehen sollte, was er aber nicht glaubte. Durch seine weiße Hundemaske beobachtete er sich die angespannte Situation und vergniff sich, zu seufzen.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   So Apr 17, 2011 11:59 pm

Kyoushi glaubte, Makoto an den weißen Haaren zu erkennen, er kannte niemand anderen, der dieses Merkam aufwies, doch er verkniff es sich, erleichtert zu wirken. Zu kühl und fremd war ihm der Blick seines Vaters, welcher sich kaum weit genug in den Raum hinein bewegte, um wirklich als Besucher gelten zu können. "Einer von euch musste den Fehler eurer Mutter ja wiederholen", murmelte der ältere Herr eher an sich selbst gewandt als an Kyoushi. "Hast du überhaupt bedacht, was du deiner Familie mit deinem Verrat antust?", fragte er, doch erwartete keine Antwort. Er fuhr fort, Kyoushi all die Dinge an den Kopf zu werfen, die sich in den letzten vier Jahren in ihm aufgestaut hatten. "Wärst du an Stelle deines Bruders gewesen, vielleicht wäre uns das erspart geblieben", schloss der Mann und wirkte schlichtweg enttäuscht. Er schien es tatsächlich ernst zu meinen und als hätte er sich endlich genug von der Seele geredet, wandte er sich um, um zu gehen. Der Schmerz in den Augen seines Sohnes interessierte ihn nicht im geringsten und erwartete nicht, dass sein Geleitschutz ihm folgen würde. Den Ausgang fand er schließlich bestenfalls alleine.

Kyoushi blickte ihm hinterher, selbst das schlimmste Szenario was er sich ausgemalt hatte, hatte länger gedauert und war herzlicher gewesen, als dieses. Sein Vater hatte außer der allgegenwärtigen Verachtung keine Gefühlsregung gezeigt, geschweige denn Verständnis. Verletzt und mutlos wandte Kyoushi schließlich den Kopf ab. Er konnte Makoto - falls dieser es denn war - nicht ansehen, denn dieser hatte die Vorwürfe seines Vaters mit angehört. Hatten sie alle eine derartige Meinung von ihm? Weshalb sah man den Rothaarigen als Verräter und Verbrecher, wenn er doch nur versucht hatte, das richtige zu tun? Es war doch das richtige gewesen... oder?
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mo Apr 18, 2011 12:23 am

Wie Makoto es sich gedacht hatte, ging Hanshin-san nicht schonungsvoll mit seinem Sohn um. Kühl und verachtend warf er ihm sämtliche Dinge an den Kopf, die ihn belastet hatten und er wirkte auf den Hatake nicht wie ein Vater, sondern eher wie ein Mann, der nicht verstehen wollte und lediglich so dachte, wie es ihm am genehmsten war. Das grausamste aber war, dass er sich wohl wünschte, Kyoushi wäre an der Stelle seines Bruders gestorben und irgendwie zog sich bei dieser Aussage einiges in Makoto zusammen. Am liebsten hätte er den älteren Herren dafür geohrfeigt, doch seines Dienstes wegen musste er sich dies verkneifen und bewahrte seine ruhige Fassung, wie es sich gehörte. Das er seinen Freund aber ständig beobachtete und der Schmerz, den er in seinen Augen lesen konnte, auch ihm Unbehagen bereitete, konnte er nicht verhindern. Alsbald war der Vater ohne großes Primborium schon wieder alleine verschwunden, hatte seinen verletzten Sohn einfach so mit seinen Leiden alleine gelassen. Nun da er weg war und sie unter sich waren, konnte Makoto die Maske abnehmen und zog sich auch die andere Gesichtsmaske hinab, seufzte leise auf und setzte sich auf den Rand des Bettes. Der Rothaarige hatte sich zwar abgewandt, doch er wollte ihm zeigen, dass er bei ihm war, dass er nicht so dachte wie sein Vater und viele andere. Ganz sachte legte er eine Hand auf die gefesselte des anderen und sprach dann mit ruhiger Stimme zu ihm. Nimm dir nicht so zu Herzen, was er sagt. Man kann es niemandem recht machen, aber man kann für sich bestimmen, was richtig und falsch ist. In seinem tiefsten Innern hoffte der Hatake, dass er seinem Freund irgendwie helfen konnte, denn er konnte es kaum ertragen, ihn so verletzt zu sehn.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mo Apr 18, 2011 12:32 am

Kyoushi ließ den Anflug eines bitteren Lachens hören und wandte den Kopf seinem Freund zu. In seinen Augen schimmerten Tränen, ein Luxus, den er sich seit Jahren nicht gegönnt hatte. Er hatte seinen Ausweg gefunden, er hatte versucht, seinen Bruder zu rächen. Je mehr er Kooun und seine Familie und Freunde vermisst hatte, desto mehr Wut hatte sich in Kyoushi angestaut, die er auf diesem Ausweg hatte kompensieren können. Doch es hatte verhindert, dass Kyoushi trauerte, dass mit der Vergangenheit abschloss, insbesondere mit dem Tod seines Zwillingsbruders. Es hatte auch verhindert, dass der Rothaarige sich Gedanken darüber machte, was andere über ihn denken würden. Diejenigen, die seinen Weg nicht verstanden.

"War es falsch?", fragte Kyoushi kaum hörbar. Er wollte keine philosophische Antwort hören, nichts diplomatisches. Er wollte wissen, was Makoto dachte. Wollte wissen, ob dieser genau so gehandelt hätte. Wollte wissen, ob sein Vater Recht hatte... An Koouns Stelle... Allein der Gedanke an seinen Zwillingsbruder, die wenigen Erinnerungen, die Kyoushi noch hatte, schmerzten den jungen Mann sichtlich.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mo Apr 18, 2011 1:09 am

Mit einem leisen, bitteren Lachen und glitzernden Tränen in den Augen hatte sich sein Freund wieder zu ihm gewandt, schien über so vieles nachzudenken und bei diesem Anblick, brach in dem jungen Hatake irgend etwas zusammen. Für ihn war Kyoushi einer der absolut stärksten Menschen, die er kannte. Ihn nun so schwach und verletzt zu sehn, tat Makoto unglaublich weh und fast hätte er selbst eine Träne vergossen, doch er wollte nun für seinen Freund stark sein und tun was in seiner Macht stand, nur damit es ihm besser ginge und ihm nicht noch mehr Leid wiederfuhr. Mit einem traurigen Blick streichelte er sanft seine Hand, wollte ihm Halt und Trost sein, wenn er wohl schon damit der Einzige war, denn bisher hatte sich noch keiner hier eingefunden, der Verständnis und Fürsorge für den Nuke gezeigt hatte.
Die leise Frage, die dann an sein Ohr drang, stimmte den Weißhaarigen kurz nachdenklich, doch nur einer Weile lächelte er sanft und schüttelte leicht den Kopf.
Nein, das war es nicht, denn es war deine Art und Weise, mit diesem Vorfall umzugehen. Niemand handelt gleich. Ich zum Beispiel hätte wohl still getrauert und versucht, den Tod meines Bruders zu akzeptieren, hätte aber nach einem friedlicheren Weg gesucht, eine Besserung der herrschenden Umstände einzuleiten. Wahrscheinlich wäre ich auch kein Anbu geworden, sondern wäre Jonin geblieben und hätte an einem Team jüngerer vorgezeigt, wie ich mir dies alles vorstelle, hätte vielleicht sogar ein Gespräch mit der Hokage gesucht. Möglicherweise hätte ich auch mit anderen Shinobi gesprochen um sie zum Nachdenken anzuregen. Aber du bist eben, wie du bist. Du bist wie eine Raubkatze und du hast auf stürmerische und wildere Art und Weise nach einem Ausweg gesucht, mit dem Schmerz umzugehen. Und genau so, wie du bist, bist du am Besten. Also war es nicht falsch., lautere seine Antwort darauf und die letzten Sätze sprach er umso liebevoller aus. Ja, Kyoushi war gut, so wie er war, denn er war er selbst geblieben. Und das er hinter seinen Taten gestanden hatte und gekämpft hatte, bewies doch eindeutig, dass es nicht falsch gewesen sein durfte. Außerdem glaubte Makoto sogar, nun einen noch viel stärkeren Kyoushi vor sich zu haben, selbst wenn dieser gerade so gar nicht danach aussah.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mo Apr 18, 2011 1:18 am

In Kyoushis Ausdruck mischte sich Verwirrung. Er hatte seinen Freund noch nie so reden hören und er fragte sich, weshalb dieser als einziger nicht enttäuscht von ihm zu sein schien. "Denkst du, es gibt einen Weg zurück?", fragte der Rothaarige ohne jede Hoffnung und gab sich damit eine größere Blöße, als es ihm selbst lieb war. Nicht nur gab er preis, wie sehr er sein altes Leben zurück wollte, sondern er zeigte so etwas ähnliches Reue. Vielleicht nicht Reue, aber zumindest ein Bereuen der Konsequenzen.

Im Gegensatz zu Makotos Meinung über ihn fühlte Kyoushi sich unglaublich schwach. Zu schwach, um dem steigenden Druck weiter standzuhalten, der auf ihm lastete, denn schon immer war er sehr um seinen Ruf und vor allem seinen Stolz besorgt gewesen. Sein Vater hatte es mit wenigen Worten geschafft, ihm die Basis für diesen Stolz zu entziehen und nun, wo man Kyoushi gefangen hielt, hatte er mit Stolz und Freiheit das einzige Verloren, was ihm nach seiner Flucht geblieben war.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mo Apr 18, 2011 8:04 pm

Die nachfolgende, hoffnungslos klingende Frage, die ihm nun gestellt wurde, brachte den Hatake erneut zum Nachdenken. Gab es denn einen Weg zurück? Etwas abwesend dreinschauend, drückte er sanft Kyoushis Hand und fuhr sich mit der anderen Hand über sein noch immer müdes Auge. Langsam fühlte er wirklich, wie der Kampf und die schlaflose Nacht, sowie der Chakraverbrauch an ihm zogen und auch die Sorge um seinen Freund, sowie die Gedanken, die er sich um ihn machte, schienen ihren Tribut zu fordern. Doch Makoto würde vorerst nicht ruhen, nein. Er musste nun dringend für den Rothaarigen dasein, Himmel und Erde in Bewegung setzen, um tatsächlich diesen Rückweg zu finden.
Nun...einige Konsequenzen wirst du tragen müssen, ganz so einfach macht man es dir da nicht. Allerdings werde ich auf alle mir offen stehenden Möglichkeiten versuchen, dein Strafmaß zu mildern. Ich habe mich vorhin schon für das Beisein bei deinem Verhör eintragen lassen und morgen werde ich wohl einmal der Hokage einen Besuch abstatten. Vielleicht schaffe ich es, ihr ein wenig Verständnis zu entlocken, denn immerhin hast du das alles ja nicht getan, um das Dorf zu stürzen, sondern, um deinen Bruder zu rächen und für bessere Umstände zu sorgen. Und wenn sie einem Anbu nicht zu hört, tja, dann trete ich eben als ein Clanoberhaupt auf und kämpfe mit dir zusammen für einen Rückweg. Wenn wir uns nur richtig anstrengen und nicht aufgeben, schaffen wir das!, schilderte er Kyoushi ruhig, aber etwas erschöpft klingend seine Meinung, lächelte dann aber stark und eine Spur kämpferisch. Er würde nicht eher locker lassen, bis er erreichte was er wollte. Und das war eben Verständnis und mildernde Maßnahmen seinem Freund gegenüber.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mo Apr 18, 2011 8:16 pm

Kyoushi wusste, dass es naiv war zu glauben, dass Makoto etwas ausrichten konnte. Er konnte den Rothaarigen zwar verteidigen und für ihn eintreten, doch das änderte nichts an Kyoushis Taten. Er hatte wichtige Auftraggeber der Shinobi umgebracht. Und was noch viel wichtiger war, als der Ausgang des Verhörs, waren die Folgen für Makoto. "Wenn du mich zu sehr unterstützt, Makoto, dann wird es für dich Konsequenzen haben. Das letzte was ich will ist, den einzigen Menschen, der hinter mir steht, in Schwierigkeiten zu bringen." Kyoushis Blick war ernst.

Er wusste, dass es in dem Verhör kaum um ihn gehen würde. Er musste nur seine Taten gestehen. Hauptsächlich ging es um Informationen über Kyoushis Auftraggeber, dessen Klienten und Kyoushis "Kollegen", wenn man sie so nennen konnte. Einen Großteil der Informationen hatte Kyoushi nicht einmal, aber das würde man ihm kaum glauben. Einen weiteren Teil konnte er nicht preisgeben, wenn er nicht alles was er geschaffen hatte zu Nichte machen wollte. Was blieb war nicht viel. Kaum genug um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

"Du solltest mir nicht helfen. Es wird ohnehin noch Probleme geben, es wäre keine dankbare Arbeit zu versuchen mir zu helfen", erklärte Kyoushi und auf seinem Gesicht erschien ein müdes Lächeln.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mo Apr 18, 2011 8:49 pm

Das Kyoushi dies nun sagte, überraschte den Jüngeren keineswegs und gleichzeitig fühlte er sich glücklich, dass sein Freund sich auch um ihn zu sorgen schien. Es war schön, etwas zurück zu bekommen, doch abhalten würden ihn diese lieb gemeinten Worte nicht. Wenn ich dich schon nicht unterstützen soll, dann versuche ich wenigstens, für Gerechtigkeit zu sorgen. Und jemanden hart zu bestrafen, der aus Liebe gehandelt hat, ist nicht gerecht. Zwar hast du einige unserer Auftraggeber aus dem Weg geräumt und hast dich dabei auch sonst nicht mit Ruhm bekleckert, zugegeben. Aber dahinter stand ein Sinn, der nichts Bösartiges an sich hat. Ich habe schon viele Nukenin kennen gelernt, die zu harsch verurteilt worden. Manche wurden sofort nach dem Verhör getötet, ohne das man sich wirklich die genauen Gründe für das Handeln angehört hatte. Sowas darf es einfach nicht mehr geben. Entschlossen sah er dem Rothaarigen tief in die Augen, fügte dann noch etwas hinzu. Wenn man mich bestrafen will, nur weil ich nicht oberflächlich bin und meinen Weg verfolgen will, dann sollen sie es tun. Lieber leide ich unter Strafen, als mein Gewissen zu verunreinigen und mich selbst abzutöten. Sanft strich er über die Wangen des anderen, um die restlichen Tränen abzuwischen und gab ihm einen beruhigenden Kuss auf die Stirn. Du bist nicht alleine, lass dir helfen und mach dir keine Sorgen um mich.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mo Apr 18, 2011 8:58 pm

Kyoushi warf Makoto einen sorgenvollen Blick zu. Das Verhör war erst in zwei Wochen, so lange würden die Medics brauchen, um ihn vollständig zusammen zu flicken. Vollständig genug, um den anschließenden Methoden gewachsen zu sein. Bis dahin hatte Kyoushi nichts, um sich von düsteren Gedanken abzuhalten, außer alten Bekannten und vielleicht sogar seinem älteren Bruder, welche lediglich noch düsterere Gedanken hervorrufen würden.

Eine Weile schwieg der Rothaarige, dann wandte er sich erneut Makoto zu. "Meinst du, mein Vater hat Recht?", fragte er. Seine Stimme war so verschlossen wie Kyoushi selbst. Die Emotionen zuzulassen, die mit dem Vorwurf seines Vaters zusammenhingen, wäre zu viel für den Nuke. Selbstverständlich vermisste er seinen Zwillingsbruder. Vermutlich mehr, als irgendjemand sonst ihn vermisste. Umso schmerzlicher war der Gedanke, dass sein eigener Vater es vorgezogen hätte, wenn Kyoushi an Koouns Stelle gestorben wäre. Und allein die Möglichkeit, dass dieser Wunsch gerechtfertigt war trieb Kyoushi schier in den Wahnsinn.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mo Apr 18, 2011 9:19 pm

Kurz herrschte Schweigen zwischen ihnen. Die Stille nutzend, setzte sich der Anbu ein wenig bequemer auf das Bett und lehnte seinen Oberkörper gegen den Kopf des Bettes. Noch immer hielt er die Hand Kyoushis in seiner und spürte dabei auch einen gewissen Halt ausgehen. Dieser Halt würde ihm sicher helfen, alles angehende zu überstehen und vielleicht sogar zu meistern.
Die nächste Frage des Älteren ließ Makoto leise und etwas schmerzlich aufseufzen, schon vorhin hatte diese Aussage ihm einen Stich versetzt und er fühlte, dass sie Kyoushi umso mehr verletzt hatte. Was war Hanshin-san nur für ein Vater...
Nein, dass hat er gewiss nicht. Es ist zwar schwer, den Tod eines Kindes zu verschmerzen, sowie andere Schicksalsschläge. Aber man sollte dabei froh über das sein, was einem noch geblieben ist. Dein Vater hat zwei wundervolle und talentierte Söhne, die noch am Leben sind. Und egal was du getan hast, er hat nicht das Recht, so etwas zu sagen.
Nein, dass hatte er tatsächlich nicht und Makoto fand, wenn er solch etwas behauptete, stehe ihm auch nichts Besseres zu. Kurz wünschte er sich sogar, Kyoushi wäre einer seiner Geschwister gewesen und als Hatake aufgewachsen. Auf jeden Fall hätte er einen verständnisvolleren und auch umsorgenderen Vater gehabt.
Ich wünschte, ich wäre damals nicht auf Mission fort gewesen. Vielleicht...hätte ich dich beruhigen können und wir hätten zusammen einen Weg finden können..., fiel dem Weißhaarigen dann fast murmelnd ein und irgendwie ließ ihn dieser Gedanke schlecht fühlen. Ja, wenn er damals nur da gewesen wäre, vielleicht wäre alles anders gekommen.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mo Apr 18, 2011 9:26 pm

Kyoushi lachte auf, verzog kurz darauf das Gesicht vor Schmerzen. "Wärst du damals da gewesen, hätte ich dich umgebracht, genau so wie jeden anderen, der versucht hätte, vernünftig mit mir zu reden. Sonst hätte ich nach dem Team meines Bruders aufgehört. Dann wäre zumindest Akesato-sensei besser dabei weggekommen. Nein, glaub mir, es ist besser, dass du nicht da warst." Kyoushi sah zu Makoto auf und bemerkte, dass er mehr als froh war, den Weißhaarigen an seiner Seite zu haben. Ein seltsamer Gedanke schlich sich in seinen Kopf und Kyoushi wandte sich ab, als könne er den Gedanken damit vertreiben.

"Mein Vater wird gegen mich aussagen", murmelte er. "Er kann es sich nicht leisten, einen zweiten Nuke in der Familie zu haben. Erst recht keinen, der mit zu milder Strafe davonkommt." Nie zuvor hatte Kyoushi über seine Mutter gesprochen, was damals geschehen war, war so gut es ging geheimgehalten worden. Andernfalls hätte es der gesamten Familie Schwierigkeiten bereiten können.

"Was meinst du, ob mein Bruder hier auftauchen wird?" Beinahe schon wünschte Kyoushi sich, dass es nicht so wäre. Vielleicht würde der Ältere ihm keine Vorwürfe machen, doch er wäre enttäuscht. Vielleicht sogar besorgt. Beides Dinge, die Kyoushi nicht sehen wollte.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mo Apr 18, 2011 10:53 pm

Da Kyoushi nach seinem Lachen schmerzhaft das Gesicht verzog, fühlte Makoto fürsorglich dessen Stirn und stellte fest, dass diese wieder warm geworden war. Kurz wand er sich zu dem Beistellschränken und nahm den feuchten Lappen aus der Schale, nur um wieder damit die Stirn des Ältern zu kühlen. Vielleicht hast du recht...und immerhin, haben sich unsere Wege ja wieder getroffen, nicht?, erwiderte der Weißhaarige darauf und lächelte leicht. Es war schon merkwürdig, mit was das Schicksal manchmal auffuhr, doch Kyoushi wieder gefunden zu haben, machte ihn trotz der übrigen Umstände glücklich. Zu lange hatte er die Bande vermisst, die zwischen ihnen geherrscht hatten. Das der Ältere sich kurz abwandte, stimmte ihn zwar ein wenig stutzig, doch vorerst dachte er sich nichts großartiges dabei.

Noch einen Nuke? Meinte der Rothaarige damit seine Mutter? Eigentlich wusste kaum jemand von diesem Vorfall, doch Makoto hatte während seiner Anbu-Ausbildung einige Dinge auch durch Akten mitbekommen und so war dies kein Geheimnis geblieben. Und das der Vater gegen seinen eigenen Sohn aussagen würde, machte die Sache nicht einfacher. Nun...mehr als das, was bereits fest steht, kann er nicht aussagen. Aber wenn du willst, rede ich einmal mit ihm. Mehr wollte Makoto dazu nicht einfallen, vielleicht war es auch besser so. So konnte er sich nicht bösartig über dieses Ekel von einem Vater aufregen.

Auf die Frage zu seinem Bruder wusste der Jüngere auch keine aussagekräftige Antwort. Er hatte den Bruder Kyoushis heute noch nicht getroffen, auch gestern nicht. Da konnte er nur mutmaßen. Mhm...kann sein. Sicher hat auch er etwas mit dir zu bereden. Fragen, auf die Antwort sucht. Bestimmt will er dich verstehen können...Zumindest hoffe ich das... Den Lappen neu befeuchtend drehte sich Makoto wieder ein wenig um und weinte nun die Träne, die er vor Kyoushi verstecken wollte. All das, was hier geschah, tat ihm so unendlich leid und er wünschte sich, dem Freund etwas Schmerz abnehmen zu können. Das hatte der Ältere einfach nicht verdient...

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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mo Apr 18, 2011 11:01 pm

Kyoushi seufzte und gab es auf, über all das nachzudenken. Was auch immer jetzt noch passierte, vorerst konnte er nichts daran ändern. Und bis es so weit war, würde er abwarten. Die Spannung viel von ihm ab, doch nicht nur die negative, sondern auch jegliche positive Spannung, als sei das Leben aus ihm gewichen. Vielleicht, so dachte er sich, hatte es keinen Sinn mehr, weiterzumachen. Was erreichte er damit schon, außer anderen Kummer zu bereiten? Es war nicht seine Art, an andere zu denken, doch im Moment ließ es sich nicht vermeiden. Wie auch immer sich die Dinge wenden würden, Kyoushi beschloss, die Entscheidungen zu akzeptieren.

Das Fieber nahm wieder zu und schon kurze Zeit später wirkten Kyoushis Augen glasig, er wurde unruhig und gereizt. Das Atmen fiel ihm wieder schwerer und er schwieg beharrlich. Wahrscheinlich hätte es ihm für Makoto leid getan, hätte er in diesem Moment an seinen Freund gedacht. Doch der denkende und fühlende Teil des Rothaarigen hatte sich entfernt, er schlief, so gesehen, während der Rest seines Bewusstseins erschöpft über seinen Körper wachte.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mo Apr 18, 2011 11:36 pm

Nachdem er sich die Träne abgewischt und den Lappen ausgewrungen hatte, wandt sich der junge Hatake wieder seinem Freund zu, nur um zu bemerken, dass das Fieber wieder zurück zu kehren schien und der Zustand des Rothaarigen wieder schlechter wurde. Sachte legte er den kühlenden Lappen auf dessen Stirn ab und da sein Freund auch nicht mehr wirklich reagierte, machte er sich lieber auf, um einen Medic zu finden. Er musste nur den Gang entlanggehen, schon hatte er einen Ansprechpartner gefunden und konnte ihn besorgt in Richtung des Zimmers lotsen, in dem Kyoushi lag. Natürlich kümmerte man sich dann um ihn, Makoto beobachtete, was man mit ihm tat. Große Ahnung von Medizin hatte er nicht, selbst wenn seine Mutter eine Medic war und tagtäglich vor seinen Augen den herzkranken Vater versorgte. Der Medic schaffte es, Kyoushis Atmung wieder zu normalisieren und der Ältere schien bei der Behandlung eingeschlafen zu sein. Jedenfalls hatte er die Augen geschlossen und atmete ruhig.
Ich denke, dem Patienten wird ein wenig Ruhe und Schlaf gut tun. Sie gehen wohl dann auch besser., richtete der Heilier dann noch das Wort an Makoto, während er das Zimmer wieder verließ. Und der Gute hatte wohl recht. Sein Freund brauchte Ruhe und Schlaf, um wieder auf die Beine zu kommen, nachdem, was Makoto im Kampf mit ihm angestellt hatte. Schwer seufzend kam er wieder direkt ans Bett, beugte sich etwas über den Verletzten und strich ihm sachte durchs Haar. Schlaf gut, mein Freund...Morgen werde ich wieder bei dir sein und in Gedanken bin ich das sowieso., flüsterte er, lächelte noch einmal schwach und maskierte sich dann wieder, um den Heimweg anzutreten. Zu Hause würde er sich mit seinem Vater und seinem älteren Bruder beraten, sie nach Ratschlägen fragen. Danach würde er versuchen, selbst ein wenig auszuruhen und morgen würde er damit beginnen, Kyoushi zu helfen.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mo Apr 18, 2011 11:43 pm

Kyoushi blickte auf, als die Tür sich am Nachmittag des nächsten Tages erneut öffnete. Er konnte sich kaum rühren, man hatte seine Arme und Beine enger an das Bett gebunden und auch seinen Oberkörper fixiert, da er am Vormittag eine Heilerin angegriffen hatte, die offenbar mit ihren Worten zu weit gegangen war. Kyoushi war schon immer leicht reizbar gewesen, doch in diesem Zustand, fiebernd und gefesselt, war er eine tickende Zeitbombe. Die Frau konnte froh sein, dass er nicht in der Lage war, Chakra zu nutzen. Seinem Prozess würde diese Aktion allerdings wenig gutes bringen.

Und so war sein Blick bereits voller Reue, als er Makoto erkannte. Sicher hatte der Jüngere von dem Vorfall gehört. "Schön, dass du kommen konntest", gab Kyoushi zu, offenbar verlegen, dies zu sagen. Er wollte heute nicht über all die belastenden Dinge reden. Er wollte mit Makoto sprechen, als seien sie normale Menschen, als besuche der Weißhaarige einfach nur seinen Freund im Krankenhaus, um ihn ein paar Tage später mit nach Hause zu nehmen.

Es war Kyoushi anzusehen, dass er kaum geschlafen hatte und die Schmerzen nicht zurückgegangen waren. Auch die Sorgen ließen sein Gesicht älter erscheinen, ernster als es für gewöhnlich war.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Di Apr 19, 2011 12:20 am

Da konnte Makoto noch so viel tun, wie er wollte, doch die Sorge, die er seinem Freund gegenüber empfand, wollte einfach nicht abnehmen. Heute Vormittag war er bei der Hokage gewesen, um nicht als Anbu, sondern als eines der Oberhäupter des Dorfes, mit ihr zu sprechen. Die Konversation war eigentlich nicht schlecht gelaufen, jedenfalls hatten sie frei und offen miteinander reden können und durchaus hatte er etwas wie Verständnis auf dem Gesicht der Hokage sehen können. Dies änderte sich aber, als ein Chunin hereinstürzte und berichtete, dass Kyoushi wohl eine Medic angegriffen hatte, während sie ihn verarzten wollte. Natürlich hatte Makoto versucht, dass irgendwie zu erklären, doch vorerst hatte dies nichts geholfen und er hatte es als besser empfunden, das Gespräch später fort zu setzen. Lieber ging er nach Hause, um die leckere Nudelsuppe seiner älteren Schwester zum Mittag zu essen, seine Neffen über ihre Ausbildung auszufragen und machte sich dann am Nachmittag auf den Weg, um Kyoushi den versprochenen Besuch abzustatten. Noch immer gekleidet in seinen vornehmen Kimono den er immer trug, wenn er als "Politiker" agierte, betrat er das Krankenhaus und wenig später, nachdem er noch mit den Medic geredet hatte, das Krankenzimmer. Bereits als er eintrat und zu Kyoushi sah, fand er Reue in dessen Blick wieder, gepaart mit Verlegenheit. Aber bei dieser lieben Begrüßung und seinem Verhalten, konnte er gar nicht böse auf ihn sein.
"Versprochen ist versprochen, dass weißt du doch.", antwortete er lächelnd darauf und nahm wieder auf dem Rand des Bettes platz, um seinen Freund erst einmal zu mustern. Natürlich war dieser enger gefesselt wurden, aber er sah nicht unbedingt gesünder aus. Das hatten ihm die Medic zwar auch gesagt, aber es zu sehen war doch glaubwürdiger als ihre Worte. Eher sah der Rothaarige schlechter aus, als sie es beschrieben hatten. Ihn zu fragen wie es ihm ginge, erschien bei diesem Anblick schon unnötig und sogar taktlos und den Vorfall von heute Vormittag wollte er lieber nicht ansprechen, eigentlich einmal nichts, was dies alles betraf. Makoto wollte seinem Freund ein wenig Sorge nehmen und hatte beschlossen heute nur als Freund zu kommen, der seinen Freund wiederum schlicht am Krankenbett aufsuchte. Doch war "Freund" noch das passende Wort, wenn man denjenigen ständig vor sich sah, egal zu welcher Tageszeit? Der Weißhaarige wusste dies nicht zu sagen, aber als er nun wieder in der Nähe des anderen war, fühlte er sich schlagartig besser und sogar ein wenig befreiter. Nun musste er nicht mehr grübeln, sondern war bei ihm und sah, wie es ihm ging und was mit ihm geschah. Wieder nahm der Jüngere die Hand Kyoushis in seine, streichelte sanft über sie und statt Sorgenfalten schenkte er ihm ein Schmunzeln. "Ich hab mich schon den ganzen Tag darauf gefreut, dich zu sehen.", sprach er locker heraus und wirkte insgesamt anders, als die Tage zuvor. Seine gelassene und ruhige Art kam langsam wieder zurück und gepaart mit dem Kimono wirkte er recht elegant. Um es noch etwas bequemer zu haben, legte er den anderen Arm auf das Kissen und somit auch um seinen Freund und sah ihn liebevoll an.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Di Apr 19, 2011 12:28 am

Kyoushi dachte sich nichts dabei, als Makoto sich zu ihm gesellte. Der Weißhaarige war ja schon immer sehr... zutraulich gewesen. Das hatte sich auch in dem kleinen Zimmer im Gasthaus gezeigt, als der Jüngere den Arm um ihn gelegt hatte. Bei jedem anderen hätte das seltsam gewirkt, doch Makoto war schon immer so gewesen, seit Kyoushi ihn kannte. "Wie läuft es zu Hause?", fragte der Nuke beiläufig und wollte wohl etwas tun, woran ihn die Fesseln hinderten. Und so wurde die Bewegung lediglich zu einem kaum merklichen Zucken, Kyoushis Muskeln spannten sich für einen Moment gereizt unter den Fesseln, dann schien die Kraft seinen Körper zu verlassen und er lehnte seinen Kopf gegen Makoto. "Ich freue mich, dass du hier bist", murmelte er.
Wäre Kyoushi ein etwas sensiblerer oder aufmerksamerer Mensch gewesen, dann hätte er die leichte Spannung bemerkt, die sich zwischen ihnen aufbaute. Statt dessen schenkte er Makoto ein vom Fieber ermattetes Lächeln und bemühte sich trotz der Gurte um seinen Brustkorb genügend Luft zu bekommen, ohne dabei Schmerzen zu haben. Kein leichtes unterfangen und für ein paar Augenblicke war seine ganze Aufmerksamkeit davon gefangen genommen, sodass er nicht mitbekam, ob Makoto etwas sagte oder tat.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Di Apr 19, 2011 12:52 am

Der Besuch nahm bisher seinen Lauf, wie Makoto ihn sich gewünscht hatte. Statt den leidigen Themen war die Atmosphäre eher entspannt, außer natürlich Kyoushis Schmerzen, denn vor allem die Fesseln schienen nicht wirklich zum Wohlbefinden beizutragen und am liebsten hätte der Weißhaarige ihn von diesen erlöst. Das er das nicht durfte wusste er, drum versuchte er, seinem Freund auf andere Art den Aufenthalt hier angenehmer zu gestalten.
Zu Hause ist alles Bestens. To-san scheint in letzter Zeit weniger leidig zu sein und Ka-san hat ihr neues Hobby im Puzzeln gefunden. Meine Neffen entwickeln sich prächtig, Rei zum Beispiel macht hervorragende Fortschritte in seiner Ausbildung und meine kleine Nichte Rumiko bereitet sich fleißig auf ihre Genin-Prüfung vor., erwiderte er schmunzelnd und als Kyoushi seinen Kopf an ihn lehnte, zog er seinen Arm hinter dem Kissen hervor und legte ihn dann tatsächlich um den Älteren, natürlich voller Vorsicht und strich ihm sanft durch sein Haar. Die Worte seines Freundes ließen ihn dann kurz leise Auflachen, denn er freute sich darüber, willkommen bei ihm zu sein. Im Gegensatz zu Kyoushi war Makoto diese Spannung, die da entstand, bewusst und er genoss sie sogar. Zwar war ihm selbst nicht klar, in wie weit diese hinauslaufen würde, allerdings war ihm das auch herzlich egal. Egal was sie mit sich brachte, solang es um Kyoushi ging und eine Besserung seines Zustandes auslöste und solange sie auch ihm gefiel, sollte es dem Jüngeren nur recht sein. Das sein Herz ein wenig wärmer wurde, als er dieses Lächeln vernahm, ließ ihn nur noch strahlender Lächeln. Am liebsten wäre es mir ja, wenn ich dich mit nach Hause nehmen dürfte und meine Mutter dich behandeln dürfte., warf er dann ein und schmuste sich ein wenig gegen den Älteren, vielleicht konnte er ihn so ein wenig von den Schmerzen ablenken, die er zu haben schien.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Di Apr 19, 2011 1:04 am

Unbewusst schmiegte Kyoushi sich an den Jüngeren soweit seine Fesseln es zuließen. Für einen Moment schloss er entspannt die Augen. Er sah verschiedene Gelegenheiten vor seinem inneren Auge vorbeiziehen, alle möglichen Erinnerungen, die er an Makotos Familie hatte. Gegen diesen Haufen an Menschen war Kyoushis Familie vergleichsweise winzig und Zusammenhaltlos. Kyoushis älterer Bruder war den Zwillingen häufiger Vater gewesen, als ihr leiblicher Vater es gewesen war. Dieser hatte viel gearbeitet und eine Menge Verantwortung auf seinen ältesten Sohn übertragen. Besonders für den aufsässigen Kyoushi, der sich ständig in Probleme brachte, hatte der Junge sich verantwortlich gefühlt und mehr als einmal dessen Schuld auf sich genommen.

"Ich möchte deine Mutter immer sehr. Sie kocht gut", murmelte er, sich auf andere Gedanken bringend und versuchte sich an das Gesicht der Frau zu erinnern. Aber warum bemühte er sich überhaupt, nicht einmal das Gesicht seines eigenen Bruders wollte ihm mehr in den Sinn kommen... "Wie geht es deinen Geschwistern?", fragte der Rothaarige bei dieser Gelegenheit und wunderte sich kaum, dass er Keijis Gesicht in allen Einzelheiten vor sich sah. Die Züge von Makotos älterem Bruder waren wohl diejenigen, welche Kyoushi sich in seinen jüngeren Jahren von allen in Konoha am gründlichsten und häufigsten angesehen hatte. Keiji war auf seine Art erstaunlich attraktiv... Als wäre es der Ältere, der neben ihm saß, warf Kyoushi Makoto kurz einen ziemlich eindeutigen Blick zu, ehe er den Kopf wieder müde an dessen Arm bettete. Die Körperwärme des Größeren machte ihn benommen, jedoch auf eine angenehme Art und Weise.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Di Apr 19, 2011 9:01 pm

Makoto spürte, wie sein Freund sich leicht an ihn schmiegte und ließ im Gegenzug seine Hand über dessen gefesselten Arm streicheln. Er mochte es, wenn man so innig und vertraut miteinander umgehen konnte und da er manchmal nur wenig Zeit für Zwischenmenschlichkeit hatte, genoss er dies nur umso mehr. Es waren eben die kleinen Dinge, die dem Weißhaarigen die meiste Freude bereiteten.
Ja, sie kocht auch noch heute gut. Sie meinte, sie will sich erkundigen, was du schon alles zu dir nehmen kannst, damit sie mir einen Leckerbissen für dich mitschicken kann., erwiderte er schmunzelnd und sah vor seinem inneren Auge seine Mutter in der Küche herumwuseln. Für sie war Kyoushi war auch eine Art Sohn, denn seit Makoto mit ihm nach Konoha zurückgekehrt war, war sie außer Rand und Band und ließ sich auch keine Chance nehmen, sich für den Rothaarigen stark zu machen. Da griff wohl der Mutterinstinkt durch.
Nun fragte Kyoushi nach den Geschwistern des Jüngeren und irgendwie wunderte ihn das kaum. Wohl fragte er weniger nach seiner um 9 Jahre älteren Schwester Hitomi, sondern eher nach seinem um 5 Jahre älteren Bruder Keiji. Warum? Es war damals ja wohl nicht zu übersehen gewesen, wie gebannt Kyoushi seinen Bruder immer angesehen hatte, regelrecht angeschmachtet hatte er ihn. Kein Wunder, Keiji war wohl der attraktivste Hatake, ein Bild von einem Mann. Wenn er einmal nicht als Jonin fungierte, trug er oft elegante und feine Kimonos. Sein Haar war lang und ja, genauso weiß wie das vieler Hatake. Er hatte ein sehr hübsches Antlitz und ihn schon immer ein Hauch von Eleganz und Seriösität zu umwehen. Ja, das war Keiji, der hoch gewachsene Schwarm Konohas, der aber leider schon Ehemann und Vater war. Oft war Makoto sogar ein wenig neidisch auf ihn, denn er hatte weder Glück bei Frauen, noch war er so attraktiv, zumal ihm bereits ein Auge fehlte und er eine nicht gerade ansehnliche Narbe im Gesicht hatte. Er kam eben eher, wie unmaskierte Fotos es bewiesen, nach seinem Urgroßvater Kakashi. Dieser war zwar auch bildhübsch gewesen...aber egal, Makoto wollte nun nicht darüber nachdenken und das Kyoushi ihm einen so eindeutigen Blick zuwarf, machte es ihm auch nicht leichter. Galt dieser Blick nun ihm, oder seinem Bruder? Und wieder spürte er so etwas wie Neid.
Den beiden geht es recht gut, ja. Hitomi vermisst zwar noch immer den Shinobi-Alltag, hat aber ihr Schlachtfeld in unserem Anwesen wieder gefunden. Und Keiji...nun ja, er ist wie immer. Todernst, streng zu seiner Tochter und begeistert von seinen eigenen Geschichten. Bei den letzten Worte musste er sogar lachen und konnte sich einen kleinen Scherz dann doch nicht verkneifen. Wenn es dir recht ist, schick ich Nii-san mal zu dir, das wäre dann so eine Art Date., Kichernd zog er den Rothaarigen noch ein wenig zu sich, ganz sachte nur.
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