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 Titel des Themas

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BeitragThema: Titel des Themas   Mi Apr 13, 2011 7:20 pm

Ein heißer Tag fand Ausklang in einem warmen Abend. Kyoushi zog sich von der Schwüle in das einzige Gasthaus zurück, welches das kleine Dorf zu bieten hatte, in welchem er sich seit zwei Tagen aufhielt. Es war nicht klug, zu lange an einem Ort zu verweilen, doch während dieser heißen Tage ungeschützt draußen herumzulaufen war auch nicht die beste aller Lösungen, vor allem, wenn man kein Geld hatte. Solange Kyoushi hier war, verdiente er sich Geld, was gerade ausreichte, um seinen Aufenthalt zu finanzieren. Für Reiseproviant hätte es niemals gereicht und verhungern wollte er nur ungern, wenn er es vermeiden konnte.
Derzeit tarnte er sich als Wahrsager, er hatte einem Mann ein azurblaues Gewand abschwatzen können. Eine dunkle Perücke rundete die Verkleidung ab – Henge dauerhaft aufrecht zu erhalten war zu anstrengend, wenn man davon ausgehen musste, seine Energie eventuell im Kampf brauchen zu können. Schließlich wusste Kyoushi nie, wann man ihn aufspüren würde. Das einfache Bauernvolk im Dorf zumindest machte nicht den Eindruck, als hätten sie ihn durchschaut. Sie fielen auf die simpelsten Tricks herein und ließen sich von Kyoushi ausnehmen wie tote Hasen.
Während der Sechsundzwanzigjährige sich im Schankraum ein schales Bier und die Reste des Abendessens einverleibte, wartete er auf Kundschaft. Der Nachteil an einem kleinen Dorf wie diesem war, dass man irgendwann einfach alle Anwohner einmal gehabt hatte. Mindestens einmal. Spätestens dann hatte Kyoushi keine andere Wahl, als weiterzuziehen. Und wohin, das wusste er nicht, denn einen Auftrag hatte er derzeit nicht und damit ebenso wenig ein Ziel.
Dies war der Nachteil der Freiheit...
Gelangweilt schob Kyoushi das nun leere Geschirr von sich und ließ seinen Blick durch den Raum schweifen. Das Gasthaus war nur mäßig besucht, die wenigen Anwesenden waren überwiegend männlich und keiner von ihnen sah so aus, als wolle er sich die Zukunft voraussagen lassen. Kein Wunder, Kyoushi fragte sich ohnehin, wer so einen Schwachsinn abkaufte. Aber da einige es taten, warum sollte man es nicht ausnutzen. Einige Zeit lang drehten die Gedanken des Mannes sich weiter im Kreis, dann fiel ein Schatten auf seinen Sitzplatz. Ein Mann hatte sich zu ihm gesellt - wie Kyoushi hoffte, um für eine kleine Weissagung zu bezahlen. Der junge Mann hatte den Fremden hier noch nie gesehen, was aber nichts heißen musste, schließlich war er erst seit zwei Tagen hier. Offenbar kam er von draußen, denn sein Gesicht war vermummt, und der Schatten, welchen die aufgesetzte Kapuze warf, verdeckte die Augenpartie, was beides zunächst nicht weiter verwunderlich war, denn inzwischen hatte es zu Regnen begonnen und wer konnte schützte sich dagegen eben so gut er konnte. Dennoch achtete Kyoushi aufmerksam darauf, wie der Fremde sich verhielt, während er langsam den Kopf ein wenig zur Seite neigte. "Was kann ich für dich tun, junger Freund?", fragte er, seine Stimme zu einem dunklen Rauchen verstellt, wie es einem Wahrsager geziemte.
Der Fremde trug schlichte Kleidung, doch auch das hatte nichts zu bedeuten, schließlich war es für niemanden schwer, an normale Kleidung zu kommen. Für einen Moment befürchtete Kyoushi, zu lange in dem Dorf geblieben zu sein, doch vielleicht machte ihn diese ganze Verfolgungsgeschichte auch bloß paranoid. Besser er wartete ab und erregte kein zu großes Aufsehen. Spätestens wenn der Fremde die Maske abnehmen würde, hätte Kyoushi ein klein wenig mehr Sicherheit. Bliebe er vermummt, würde es den Fremden verdächtig machen.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mi Apr 13, 2011 8:22 pm

Endlich, nun vielen und auch langen Missionen, hatte man Makoto Urlaub zugesprochen, den er langsam nur allzu gut brauchen konnte. Was ihn wunderte war, dass man ihm sogar zwei Wochen bewilligt hatte, doch trotz allem war das nur gut so. Eine Woche hatte er schon allein damit verbracht, aufgeschobenes nachzuholen. Dies beinhaltete vor allem Pflichten, denen er sich nun als Clanoberhaupt stellen musste. Die meiste Zeit hatte er damit verbracht, irgendwelche Dinge zu klären und den jüngeren Clanmitgliedern ein ordentliches Clantraining aufzubrummen. Nun war diese Woche verstrichen, es gab wieder etwas Luft zum atmen und der junge Hatake hatte beschlossen, zur Entspannung eine kleine Tour durch das schöne Hi no Kuni zu unternehmen. Meistens sah er die anderen Städtchen und Dörfer nur beiläufig, wenn er auf Jagdmissionen unterwegs war, doch diesmal konnte er sich ein wenig mehr Zeit lassen um einige Erkundungen anzustellen.
Er war nun den ersten Tag unterwegs und dieser neigte sich schon dem Ende zu. Das Dorf, was sich nun vor ihm auftat, würde ihm wohl für die heutige Nacht Unterschlupf bieten können, jedenfalls erwartete er das. Mit wachem Auge spazierte er also durch diese Ansiedlung von Häusern, begegnete hier und dort noch einigen Bauern, welche die letzten Handgriffe für den Tag erledigten und musste schwer seufzen, als dann auch noch der Regen einsetze. Schnell zog er sich die Kapuze seines Mantels über, den er über seiner Jonin-Uniform trug und hoffte, somit einiges an Wasser abzuschirmen.
Endlich, nach einigen weiteren Minuten fand er ein Gasthaus und konnte sich ein kleines Lächeln unterhalb seiner Gesichtsmaske nicht verkneifen. Ja, er hatte endlich einen Unterschlupf für die Nacht gefunden und womöglich sogar noch etwas Unterhaltung. Wie er beim Betreten des Schrankraums aber feststellen musste, blieben die Bewohner des Dorfes wohl Abends lieber zu Hause, als sich noch etwas zu vergnügen. Doch sei es drum, es würde sich hier unter diesen wenigen schon jemand finden, der etwas zu erzählen wusste oder auf irgendeine Weise interessant war. Und siehe da, mit einem weiteren Blick hatte Makoto auch schon so einen Jemand gefunden und ließ sich auch nicht weiter darum bitten, Gegenüber diesem am selbigen Tisch platz zu nehmen.
Vor ihm saß nun ein junger Mann, wohl nicht älter als er selbst. Er trug ein azurblaues Gewand und sein Haar war von dunkler Farbe, allerdings meinte Makoto zu glauben, dass es sich hierbei wohl eher um eine Perücke handelte, da das Haar viel zu faserig wirkte und hier und da etwas filzig war.
Jemanden aus diesem Dorf hier wird es wohl kaum auffallen, aber dieser Mann hier hat scheinbar etwas zu verbergen..., dachte er sich und lobte einmal mehr seine ANBU-Ausbildung, die ihm solch eine Blickweite ermöglicht hatte. Noch einige Sekunden mehr betrachtete er sich sein Gegenüber und bei einem Punkt kam er doch leicht ins Grübeln. Woher kannte er nur diese grünen Augen? Sie kamen ihm mehr als bekannt vor und er überlegte, wem sie wohl gehören könnten, doch er wollte nun auch keine voreiligen Schlüsse ziehen. Abwarten und Tee trinken war einmal mehr die Devise, zumal ihm der junge Mann nun eine Frage stellte, die es zu beantworten galt. Nun, ein klein wenig Unterhaltung wäre mir ganz genehm, nach dieser langen Wanderung., lautete nun diese Antwort und um es sich ein wenig bequemer zu machen und dem Fremden wenigstens ein wenig mehr Einblick zu gewähren, zog er langsam seinen Mantel aus und hängte ihn über seine Stuhllehne. So kamen trotz der Gesichtsmaske, die er noch nicht abgenommen hatte, immerhin schon einmal seine weißen, von Natur aus unordentlichen Haare, sowie seine Narbe über dem Auge zur Geltung, welches er verloren hatte.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mi Apr 13, 2011 8:38 pm

Zunächst war Kyoushi angenehm überrascht über ein wenig Gesellschaft. So ein Glück musste man erst mal haben, dass sich dieser Mann von allen möglichen Gesprächspartnern ausgerechnet ihn aussuchte und Kyoushi damit ermöglichte, ein wenig Geld zu verdienen. Gerade wollte der junge Mann etwas entgegnen, als der Fremde die Kapuze abzog und darunter der Teil eines Kyoushi mehr als bekannten Gesichts erschien. Für einen Moment vergaß der ehemalige Chunin seine Rolle und starrte den Fremden entsetzt an, dann verschwand der Ausdruck so schnell wie er gekommen war und aus Kyoushis angesetzten Worten wurde statt einem versehentlichen Fluchen ein raues Husten. Er konnte von Glück sagen, dass sein Gegenüber mit seinem Mantel beschäftigt gewesen war. "Verzeihung", krächzte er und lächelte entschuldigend und leicht angespannt. Nun war es umso wichtiger, seine Rolle gut zu spielen, denn kaum einer kannte Kyoushi so gut wie dessen Tischnachbar.
Makoto war einer der wenigen guten Freunde gewesen, die Kyoushi gehabt hatte. Zu gerne hätte der Nuke gewusst, was der Jüngere nun über ihn dachte. Doch dafür seine Identität preiszugeben kam ihm nicht in den Sinn. "Mein Name ist Saki", stellte er sich vor, weiterhin in einer verrauchten Stimme sprechend. "Für eine kleine Zuwendung lege ich dir Karten, lese dir aus der Hand oder deute deine Träume. Was darf es sein?", fragte er und hoffte, dass sie das schnell hinter sich bringen würden und er sich dann zurückziehen konnte. Noch hatte er kein Geld, um sein Zimmer für eine weitere Nacht zu mieten, das musste hierbei herausspringen, dann konnte Kyoushi unter irgendeinem Vorwand gehen.
"Wohin geht denn die Reise?", fragte er beiläufig, während einen Stapel alter Karten aus seiner Tasche zog und sie kunstvoll mischte, um die Aufmerksamkeit des jungen Mannes von seinem Gesicht auf seine Hände zu lenken. Auf keinen Fall durfte er erkannt werden. Makoto war Jonin und ein talentierter noch dazu. Zudem hatten sie sich seit Jahren nicht gesehen und Kyoushi konnte die Fähigkeiten seines einstigen Freundes nicht einschätzen. Wenn es zum Kampf kam, konnte Kyoushi nicht sicher sein, die Oberhand zu behalten.
Der Schankraum füllte sich ein wenig, was Kyoushis Chancen besserte. Vielleicht würde Makoto im Falle des Falles keinen Kampf riskieren, wenn der Raum so eng und so viele Zivilisten in der Nähe waren. Nun wo es regnete, würde auch niemand so schnell gehen, im Gegenteil, eher würde es noch voller werden. Kyoushis Augen wanderten zu seinem Getränk, welches er leider bereits geleert hatte. Einen Schluck gegen die Nervosität hätte er gut vertragen können.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mi Apr 13, 2011 9:26 pm

Nachdem er nun seinen Mantel abgelegt hatte und sich wieder seinem Gesprächspartner zuwenden konnte, vernahm er ein raues Husten seinerseits, gefolgt von einer höflichen Entschuldigung und der Bekanntmachung seines Namens. Nun, Saki war kein außergewöhnlicher Name, dazu kam noch, dass er sich als Wahrsager wohl Geld zu verdienen schien und das er seine Aufmerksamkeit auf seine mischenden Hände lenken wollte, was alles nur verdächtiger machte. Während Makoto also darüber nachdachte, mit wem er es wohl hier zu tun haben könnte, versuchte er Antworten auf die Fragen zu finden, die ihm gestellt wurden, allerdings aber antwortete er präzise nur auf eine.
Ach, ein genaues Ziel hat meine Reise nicht. Um genauer zu sein, möchte ich mir nur einmal wieder unser schönes Feuerland ansehen, mal wieder ein wenig Kultur schnuppern.
Während sich der Schankraum des Regens wegen ein wenig füllte und Makoto noch immer vorgab, eher auf die Hände seines Gegenübers, als in sein Gesicht zu sehn, übersprangen sich seine Gedankengänge nur so. Es muss sich um eine Person handeln, die auf keinen Fall erkannt werden möchte, Undercover unterwegs ist. Im schlimmsten Fall ein Nukenin, der sich seinen Unterhalt auf verschiedene und gegebene Art und Weise verdient und öfters die Verkleidung wechselt. Dieses Husten vorhin aber...war mehr als fragwürdig, fast so, als würde er mich kennen. Das war niemals ein normaler Huster. Und diese grünen Augen..., dachte er und ließ sein Auge nur einmal mehr in das Gesicht des noch immer Fremden huschen. Wie ein Wahnsinniger durchforstete er sein Gedächtnis und endlich, bei einem weiteren Blick fiel der Groschen.
Natürlich! Es gibt nur einen mit solch grünen Augen, der Konoha aufgrund einiger unschöner Tatsachen verlassen musste! Aber ihm so zu begegnen...das grenzt wohl nur an Schicksal...
Ohne weiter auf Schein und Sein einzugehen, beugte sich der der Weißhaarige etwas über den Tisch, zog mit einem Finger seine Gesichtmaske nach unten und flüsterte leise in das Ohr des Erkannten: Keine Angst, Kyoushi, ich will dir nichts Böses. Wollen wir uns nicht unter vier Augen irgendwo anders unterhalten?
Seine Lippen zierte ein freundschaftliches Lächeln, sein Auge strahlte wie schon immer diese unglaubliche Ruhe aus und irgendwie freute er sich richtig, seinem alten Freund wieder begegnet zu sein. Die Umstände mochten nun etwas schwierig sein, aber darüber sah Makoto nun einmal dankend hinweg. Momentan hatte er nämlich Urlaub, was hieß, dass er keine Pflichten als ANBU hatte und wohl einmal eine Ausnahme machen konnte. Außerdem musste er zugeben, dass er Kyoushis damalige Beweggründe nach langem Nachdenken nachvollziehen konnte.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mi Apr 13, 2011 9:41 pm

Kyoushi nickte, Makoto war natürlich nicht dumm genug, um sich ausnehmen zu lassen, was hatte er auch erwartet. "Ich reise auch schon seit geraumer Zeit, es gibt wirklich einiges zu sehen. Die wenigsten wissen, was unser Reich zu bieten hat, wenn man sich abseits der großen Städte bewegt", gab Kyoushi zu, ganz darauf bedacht die Rolle des reisenden Scharlatans zu verfolgen. Nun legte er seine Karten aus der Hand, denn sie weiter zu mischen ließ ihn lediglich nervös mischen. Immerhin hatte sein potentieller Kunde kein Interesse an einem Geschäft gezeigt. Woran dies lag erfuhr Kyoushi postwendend. Makoto hatte ihn erkannt.
Die Gesichtszüge des Älteren gefroren, seine Augen huschten zum Gesicht seines ehemaligen Freundes. Tatsächlich konnte er weder Feindseligkeit noch die geringste Anspannung erkennen. Meinte der Jüngere es ehrlich? Kaum möglich bei der Belohnung, die auf Kyoushi ausgesetzt war. Weniger wegen seiner Aktion vor einigen Jahren, als wegen der Aufträge, die er seitdem ausgeführt hatte. Nicht alle Gerüchte, die Kyoushi über sich selbst gehört hatte stimmten, einige hatte er sogar selbst in die Welt gesetzt um seinen Ruf ein wenig aufzupolieren. Doch viele enthielten Wahrheit und sparten nicht daran, seine Rücksichtslosigkeit zu betonen. Dabei sah Kyoushi in sich weit weniger einen schlechten Menschen, als vielmehr einen Weltverbesserer. Doch nur die wenigsten würden das wohl nachvollziehen können.
Kyoushi wusste, dass es nicht klug war, den Schankraum zu verlassen. Allerdings hatte er schon lange nicht mehr mit einem bekannten Menschen gesprochen, schon gar nicht freundschaftlich und er hatte die geringe Hoffnung, dass dies eine einmalige Gelegenheit sein könnte, friedliche Konversation zu betreiben. "Ich hab ein Zimmer, es ist noch für zwei Stunden bezahlt", antwortete Kyoushi und ließ sein Misstrauen deutlich in seine Stimme einfließen, welche nun nicht länger verstellt war. Langsam erhob er sich, ohne Makoto aus den Augen zu lassen. "Die Treppe hoch, das dritte Zimmer auf der linken Seite. Du gehst vor." Mit diesen Worten schob Kyoushi den Schlüssel über den Tisch. Auf keinen Fall würde er Makoto hinter sich gehen lassen, dafür war er zu vorsichtig. Nach all den Leuten, die hinter ihm her gewesen waren, konnte er es sich nicht leisten zu vertrauen.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mi Apr 13, 2011 10:12 pm

Kyoushis Gesichtzüge schienen nur so zu gefrieren, was Makoto die Bestätigung gab, dass er richtig lag und vor sich seinen alten Freund hatte. Das dieser nun misstrauisch reagierte und alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen traf, wunderte ihn auch nicht. Schließlich war der Gute nun ein Nukenin, auf dem ein beträchtliches Kopfgeld ausgesetzt war und um sich so einige Gerüchte rankten. Doch wie schon erwähnt, hatte Makoto heute nicht die Aufgabe, Kyoushi hinter Schloss und Riegel zu bringen, noch die Ambition dafür. Noch immer war er ein Freund, egal was er auf dem Kerbholz hatte, zudem hatte er auch seine guten Gründe.
Nun erhob er sich, schob dem jungen Hatake einen Schlüssel über den Tisch zu und wies ihm an, welches Zimmer er hatte. Noch immer freundlich lächelnd, nickte er ihm zu, erhob sich ebenfalls und ging voran, hielt allerdings bei der Wirtin am Ausschank inne und übergab ihr noch einige Ryo. Ich möchte gerne noch einige Stunden für das dritte Zimmer links lösen, wenn es genehm ist, gute Frau., sprach er höflich und bekam auch sogleich die Genehmigung dafür. Sogleich machte er sich auf zu der etwas alten, knarrenden Treppe, bestieg diese und betrat, mit Kyoushi im Nacken, das angewiesene und nochmals bezahlte Zimmer. Nun würden sie mehr Zeit haben, sich zu unterhalten und sich vielleicht auch ausruhen zu können. Locker wie man ihn kannte ließ er sich sitzend auf dem Bett nieder und klopfte mit der Hand neben sich, um seinen Freund anzudeuten, platz zu nehmen. Ob es dumm war, Kyoushi einfach so zu vertrauen? Manche mochten das vielleicht so sehen, aber Makoto war da wohl doch ein gänzlich anderer Shinobi. Er wusste Freund von Feind zu unterscheiden und Kyoushi, so glaubte er, würde ihm sicher nicht einfach so etwas tun. Zudem war der Gute seines Wissens nach Chunin gewesen, er war bereits ein ANBU und sie befanden sich hier unter einer Menge Zuschauer. Leichtfertig würde er hier keinen Kampf entfesseln und außerdem glaubte der Weisshaarige noch immer an das Gute im Menschen und vor allem an das Gute in seinem alten Freund.
Du musst dir wirklich keine Sorgen machen, ich werde dir nichts tun und ich werde dich auch ganz sicher nicht verraten und ausliefern. Wenn sich unsere Wege wieder trennen, werde ich so nach außen hin tun, als sei dies nie geschehen., wollte er im Vornerein nochmals klarstellen und setzte eine ehrliche, aber zugleich ernste Miene auf. Er hoffte, dass der Ältere sich ihm öffnen würde, mit ihm sprechen würde und das er erfahren würde, wie es ihm all die Jahre so ergangen war.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mi Apr 13, 2011 10:30 pm

Als Makoto für das Zimmer bezahlte musste Kyoushi schmunzeln. Zwei junge Männer, die sich gemeinsam auf ein Zimmer verzogen, riefen hin und wieder eigenartige Assoziationen hervor. Der Gedanke nahm Kyoushi aus irgendeinem Grund ein wenig die Anspannung, sei dies nun gut oder schlecht. In geringem Abstand folgte der Nuke dem Jüngeren nach oben. Die Tür schloss er hinter sich und verriegelte sie Vorsichtshalber, dann brachte er ein Siegel an der Tür an, damit keine Geräusche nach draußen dringen würden. Derartige Siegel befanden sich bereits an den Fensterrahmen. Man konnte schließlich nie vorsichtig genug sein.
Anschließend setzte er sich, der Einladung folgend, auf das Bett. Eine seltsame Unsicherheit schlich sich in sein Bewusstsein. Zu lange hatte er nicht mit einem freundlich gesinnten Menschen gesprochen. Dass Makoto ihm versicherte, es gut zu meinen und ihn nicht zu verraten, machte es nicht unbedingt leichter für ihn. Kyoushi seufzte und nahm die schäbige Perücke vom Kopf. Zum Vorschein kamen ein wenig zu lange rote Haare, die der Nuke trotz seiner Lebensumstände pflegte so gut es ihm möglich war. Sein Gesicht wirkte müde und angespannt, Makotos Anwesenheit brachte Erinnerungen mit sich. Kyoushi hatte nicht nur Freunde zurückgelassen, sondern sein ganzes Leben, nicht zuletzt seine Familie. Mehr als einmal hatte Kyoushi für sich selbst den Vergleich mit seiner Mutter gezogen und war zu dem Ergebnis gekommen, dass er seinen Vater wohl nicht weniger verraten hatte als dessen Frau es getan hatte. Und nur zu gut erinnerte Kyoushi sich daran, wie bitter sein Vater mit diesem Verrat umgegangen war.
Sein Gesichtsausdruck wirkte eine Spur düsterer, als der Nuke sich Makoto zuwandte. "Du hast dich nicht verändert", murmelte er und eine kleine Falte erschien auf seiner Stirn, als würde er nachdenken. "Ich habe dich immer beneidet, weißt du?", fügte er hinzu und schmunzelte ein wenig. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dir in nichts nachstehe und dennoch haben sie dich zum Jonin gemacht und mich nicht." Nur der Hauch einer Drohung schwang in Kyoushis Stimme. Ein leises fordere-mich-nicht-heraus. Sie waren sich bestenfalls ebenbürtig, denn der Ältere war sich bewusst, dass allein sein Temperament verhindert hatte, dass er Jonin wurde. Das selbe Temperament, dass ihn letztendlich in seine momentane Lage gebracht hatte. "Wie geht es meinem Bruder?", fragte Kyoushi unvermittelt, als sei ihm erst gerade eingefallen, dass er ja noch einen hatte und vielleicht nach ihm fragen sollte.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mi Apr 13, 2011 11:14 pm

So saßen die beiden nun, nebeneinander auf diesem Bett und so wie Kyoushi angespannt wirkte, so entspannte sich Makoto eher, da sein Freund ihm wohl doch nicht allzu sehr misstraute. Verzeihen konnte er es ihm aber, immerhin war er schon immer ein wenig schwierig gewesen, eben anders als andere und wahrscheinlich war es gerade das, was der Hatake so an diesem Kerl mochte. Und als er seine Perücke abnahm, kam auch endlich wieder dieser bekannte, rote Haarschopf zum Vorschein. Langsam aber sicher nahm diese Begegnung wieder alte Züge an, die der Weißhaarige wirklich vermisst hatte. Du hast dich auch nicht wirklich verändert, Kyoushi-kun. Immernoch so selbstbewusst und eigensinnig., begann er und trotz der Haltung seines Freundes, wagte er es, langsam und freundschaftlich einen Arm um ihn zu legen, so wie er es auch früher oft getan hatte, wenn sie vertraulich miteinander gesprochen hatten. Zudem war sein gelassenes Lächeln wieder auf seine Lippen gekommen und es war nicht schwer herauszuhören, dass der Rothaarige noch immer nicht herausgefordert werden wollte, selbst wenn er gerade kurz gelächelt hatte und zu Makotos Überraschung zugegeben hatte, dass er immer neidisch auf ihn gewesen war. Lieb, dass du so ehrlich bist, aber eigentlich hast du keinen Grund, auf mich neidisch zu sein. Du hast Recht, das Zeug zum Jonin hättest du allemal gehabt...aber sei es drum, was würde ich manchmal dafür geben, nicht so viel Verantwortung zu haben und auf freiem Fuße durch die Landschaften zu wandern..., erwiderte er, seufzte leicht und schenkte Kyoushi ein seitliches Lächeln, nur um dann ruhig auf seine nächste Frage zu antworten. Tenjin geht es gut, ja. Aber es scheint, als würde ihm etwas fehlen... Bei den letzten Worten sah er den Älteren genau an, selbst mit einem etwas traurigen Blick. Und er ist nicht der Einzige, der dich vermisst...alter Freund.
Ja, so war es nun einmal. Kyoushi war sozusagen einer von Makotos besten Freunden gewesen und trotz ihrer charakterlichen Unterschiede hatten sie sich unglaublich gut verstanden. Nach diesem Vorfall und nach Kyoushis Verschwinden, war alles um den Hatake noch etwas schwerfälliger geworden und oft hatte er sich einfach den Rothaarigen an seine Seite gewünscht, wenn er das Bedürfnis nach einem guten Freund gehabt hatte, nach Jemandem, der ihm half, wenn alles Überhand nahm. Und wie sehr wünschte er sich jetzt, Kyoushi irgendwie helfen zu können, ihn aus dieser Situation zu holen. Manchmal spielte einem das Leben wirklich blöde Streiche...
Wie hast du das nur all die Jahre ausgehalten? Das ist wirklich bewundernswert..., säuselte Makoto, eher ein wenig in Gedanken und ließ nochmals ein Seufzen ertönen.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Mi Apr 13, 2011 11:29 pm

Als Makoto den Arm um ihn legte, spannte Kyoushi sich unwillkürlich an, ganz so als vermute er, Makoto könne ein Messer in der Hand haben oder etwas vergleichbares. Ganz abgesehen davon, dass er Gespräche nicht mehr gewohnt war, so war er Berührungen scheinbar noch weniger gewohnt. Es dauerte recht lange, bis Kyoushi sich dazu zwingen konnte, sich ein wenig zu entspannen. Erst jetzt merkte er bewusst, wie anstrengend es war, ständig aufzupassen und jedem zu misstrauen.
Zwar hatte er es selbst verursacht, doch dass Makoto über seine Familie sprach, gefiel dem Rothaarigen gar nicht. Alles war besser, solange es in weiter Ferne und Vergangenheit war. Jetzt festzustellen, dass er sich kaum noch daran erinnerte, wie sein Bruder aussah war äußerst schmerzhaft. Der Ältere der beiden Freunde hatte sichtbar mit sich zu kämpfen, auf keinen Fall wollte er Schwäche zeigen. Das ging deutlich gegen seinen Stolz, so war es immer gewesen und daran hatte sich nichts geändert, eher im Gegenteil. Stolz war das einzige, was Kyoushi noch besaß, neben schmerzhaft erworbener und umkämpfter Freiheit.
Makotos Frage brachte den Nuke kurzzeitig auf andere Gedanken. "Wie ich das ausgehalten habe? Ich habe nicht darüber nachgedacht. Ich tue ein gutes Werk, Makoto. Irgendjemand muss doch mal etwas tun. Aber wenn ich daran denken würde, was ich dafür zurückgelassen habe... müsste ich vielleicht daran zweifeln, ob es das wert gewesen ist." Kyoushi war erstaunt über seine eigene Ehrlichkeit.
Er zögerte nun, seine nächste Frage zu stellen. Eine leise Furcht vor der Antwort war seinem Gesicht anzusehen und erneut spannten sich seine Schultern an, als versuche er den Dran nieder zu kämpfen, tatsächlich zu fragen. "Wie hat mein Vater reagiert? Als ich... gegangen bin..." Er musste es hören. Selbst für Kyoushi war es nicht leicht zu wissen, dass sein Vater ihn als einen Verräter betrachtete. So wie er über die Mutter seiner Söhne gesprochen hatte... ob er so nun auch über seinen Sohn sprach? Zu gerne wäre Kyoushi ihm noch einmal gegenübergetreten. Doch neben der Wehmut war auch ein anderes Gefühl in ihm. Hatte nicht auch sein Vater jemanden Verraten? Hatte er nicht seine eigene Frau verraten? Sicherlich hatte auch Kaigara einen Grund gehabt, ihr Dorf zu verlassen...
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Do Apr 14, 2011 9:57 pm

Noch immer wirkte sein alter Freund etwas angespannt, brauchte wohl eine Weile, sich wieder an menschliche Nähe zu gewöhnen und ehrlich gesagt, konnte Makoto ihm das auch nicht für übel nehmen. Nicht in der Position, in der sich Kyoushi ja nun unweigerlich befand. Er kannte Nukenin nur zu gut, immerhin war es sein Job, sie zu jagen und bestmöglichst zu beseitigen, auszuliefern, und so weiter. Sie mussten immer auf der Hut sein, um nicht entdeckt oder gestellt zu werden, ihnen blieb also nichts anderes übrig, als ständig Misstrauen zu hegen. Jedoch entspannte sich der Rothaarige allmählich, allerdings sprach er auch ehrlich über Dinge, die selbst Makoto etwas traurig stimmten. Jeder geht seinen eigenen Weg, Kyoushi-kun. Und jeder versteht unter dem Begriff "Gute Taten" etwas anderes, da jeder eine eigene Überzeugung vertritt. Natürlich hast du einiges zurückgelassen und lebst nun auf ständiger Flucht. Aber du hast den Mut, diesen Weg weiter zu gehen, weil du glaubst, so etwas zu erreichen, was deinem Bruder das leben gekostet hat. Wenn dies nun eben deine Überzeugung ist, dann war es das sicherlich auch wert., gab ihm der Weisshaarige zur Antwort, mit einer doch recht weisen und ruhigen Stimmlage.
Wieder spannte sich der andere etwas an, sah etwas ängstlich drein und selbst seine Frage klang demnach. Wehmütig seufzend zog Makoto den Älteren noch etwas näher an sich, hielt aber dem Blickkontakt stand. Dein Vater war schrecklich wütend und enttäuscht...Ich seh es noch vor mir, als wäre es gestern gewesen. Ich kam von meiner Mission nach Hause, hörte von dem Vorfall und eilte sofort zu dir nach Hause und dein Vater...er hatte kaum ein gutes Wort übrig... Irgendwie fiel es dem Jüngeren schwer, darüber noch mehrere Worte zu verlieren, denn ihm hatte Kyoushis Flucht schwer zugesetzt und er hatte lange damit zugebracht, dies alles zu verstehen. Mittlerweile tat er es, nahm es seinem Freund nicht einmal wirklich Krumm. Dennoch hatte ihn dieser Abschied wehmütig gemacht und nun, da er ihn wieder getroffen hatte, kam dies alles ein wenig zurück, was man ihm auch ansehen konnte. Am liebsten würde ich das einfach alles ungeschehen machen und dich wieder mit nach Hause nehmen...Das Schicksal ist manchmal wirklich unfair., murmelte er fast und versuchte, sich zusammen zu reißen.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Do Apr 14, 2011 10:14 pm

Kyoushi sprang auf, er hasste es, seinen Vater auf diese Weise vor Augen zu haben. Zumal er die Tatsache vor sich selbst eingestehen musste, dass er sein altes Leben vermisste und seine Freunde und Familie umso mehr. Am meisten von allen jedoch seinen Zwillingsbruder, denn er wusste, dass er der einzige war, den er nicht mehr würde sehen können, selbst wenn er es versuchte. Die Endgültigkeit dieser Tatsache und die Unumkehrbarkeit seiner Taten verursachte eine schreckliche Unruhe in Kyoushi. Dennoch setzte er sich nach einem Moment wieder. "Ich wünschte ich könnte mit dir gehen, Makoto. Wenigstens für kurze Zeit. Aber es ist nicht möglich und ich würde diesen Weg nicht aufgeben, selbst wenn ich es könnte." Beinahe hätte Kyoushi sich an seinen Freund angelehnt, doch so weit war er noch lange nicht.
Plötzlich war das laute Geräusch berstenden Holzes zu hören. Instinktiv sprang Kyoushi erneut auf und wandte sich zur Tür, welche man kurz zuvor aus den Angeln gebrochen hatte. Im nunmehr leeren Türrahmen standen zwei ANBU, ihre Augen hinter den charakteristischen Masken auf Kyoushi gerichtet. Im Gang konnte der Rothaarige einen unbeholfen wirkenden Wirt erkennen. Man hatte ihn also aufgespürt. Dank des Siegels waren zwar Makotos und Kyoushis Worte nicht nach draußen gedrungen, doch zugleich waren Geräusche von außerhalb des Zimmers abgeschirmt worden. So war es wenig verwunderlich, dass weder Kyoushi, noch Makoto die ANBU bemerkt hatten. Makoto... ein unfreundlicher Gedanke schoss Kyoushi durch den Kopf. War der Jüngere an diesem Vorfall beteiligt? Hatte er Kyoushi abgelenkt? Dem Rothaarigen blieb keine Zeit, dies zu klären, denn die ANBU würden nicht warten.
Rasch formte Kyoushi Handzeichen und nur einen Augenblick später stand der Raum in Flammen. Dies würde alle Spuren Kyoushis vernichten und gab dem jungen Mann zudem die Möglichkeit, die Schrecksekunde seiner Verfolger zu nutzen, um das Fenster aufzubrechen und hinaus zu springen. Makoto musste selbst sehen, auf wessen Seite er kämpfte, wobei Kyoushi beim Anblick zweier weiterer ANBU-Einheiten, die unten auf ihn warteten, über jede Hilfe dankbar war.
Für den Wirt tat es dem Nuke ein wenig leid, dieser würde vermutlich einen Großteil seines Gasthauses an das Feuer verlieren. Den meisten Zivilisten würde wohl noch Zeit bleiben zu fliehen, wenn sie sich beeilten. Kyoushi konnte um seiner selbst Willen keine Rücksicht auf sie nehmen. Vorerst sah er sich mit vier, vielleicht fünf Gegnern konfrontiert, jeweils einer zu seiner linken beziehungsweise rechten Seite und zwei direkt hinter ihm, sobald sie es aus dem brennenden Raum schafften. Der Rothaarige hätte zu gern einen weiteren Feuersturm zu ihnen geschickt, doch er hatte tatsächlich Skrupel, Makoto zu gefährden. Noch konnte er schließlich nicht sicher sein, ob sein Freund sich nicht doch auf seine Seite schlagen würde.
Statt dessen attackierte Kyoushi die beiden ANBU auf der Straße mit Feuerbällen, sehr zum Entsetzen der Schaulustigen, die sich langsam versammelten. Ein kleiner Junge geriet zwischen die Fronten und seine Kleidung fing Feuer, was zumindest den meisten Umstehenden zeigte, dass sie sich in Gefahr befanden, wenn sie weiterhin zusehen wollten. Nur wenige blieben und riskierten ihre Gesundheit, die meisten flohen in ihre Häuser.

(Teilen wir uns die ANBU? ^^)
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Do Apr 14, 2011 11:13 pm

Kurz schien sein Freund wirklich aufgewühlt zu sein, doch es legte sich wieder und er nahm wieder platz, gab Makoto sogar etwas zurück, dass er hören wollte. Ja, zu gerne würde er Kyoushi wieder mit nach Konoha nehmen, sich für ihn einsetzen und Himmel und Erde in Bewegung setzen, damit man ihn nur verstand. Doch wie der Rothaarige es selbst sagte, es war sein Weg und den wollte er auch weitergehen und dafür musste man ihm einfach Respekt zollen. Gerade wollte der Weisshaarige eine Antwort entgegensetzen, dass in Worte fassen, was er dachte, aber schon waren laute Geräusche zu hören, die Tür zum Zimmer flog auf und zwei von Makotos Kollegen traten herein, der eine war unverkennbar Tatsu, der andere Hitsuji, jedenfalls waren das ihre Decknamen. Mehr als überrascht sah er zu ihnen, denn er hatte nicht gewusst, dass eine Einheit losgesandt worden war, um Kyoushi ausfindig zu machen. Allerdings hatte er auch bereits eine Woche Urlaub gehabt und einiges versäumt. Bevor noch etwas anderes geschehen oder der Jüngere handeln konnte, hatte sein Freund ein Katon Jutsu gewirkt und den Raum in Flammen gesteckt, floh durchs Fenster und viel wahrscheinlich nur noch mehreren Anbu in die Arme, jedenfalls wäre das nur logisch.
Inugami, was suchst du hier bei diesem Kerl verloren?, kam die Frage von Tatsu, während schon ein abgefackelter Dachbalken etwas entfernt von der Decke stürzte. War das etwa dein Auftrag?, setzte Hitsuji dann nach, doch Makoto konnte sich vorerst nicht auf ihre Fragen einlassen, ihm war es vorerst wichtiger, irgendwie hier raus zu kommen und dann einen Weg zu finden, etwas zu unternehmen. Ohne weitere Worte zu verlieren, folgte er Kyoushi aus dem Fenster, landete leicht auf seinen Füßen und sah schon dabei zu, wie dieser Feuerbälle auf zwei Kollegen losschickte und einem kleinen Jungen dabei die Kleider anzündete. Gut, nun musste dringend gehandelt werden, denn es gab ein großes Feuer, ein hilfebedürftiges Kind, Kollegen die ihm wohl nun misstrauen könnten und einen Freund, den er auch nicht einfach so im Stich lassen wollte, beziehungsweise nicht einfach ausliefern wollte. Da Makoto davon ausging, dass der Rothaarige wohl kurz für sich selbst sorgen konnte, richtete er sein Augenmerk zunächst dem Kind zu, formte einige Fingerzeichen und mit einem trotzdem recht gelassenem Suiton- Mizuranppa spuckte er einen Schwall Wasser auf den brennenden Jungen, um ihn zu löschen. Danach nahm er sich sogleich das brennende Haus vor, formte wieder einige Fingerzeichen und eine riesige Wasserwelle zischte von ihm aus auf das Gebäude zu, ließ zunächst Dampf aufsteigen. Aber gut, dass versichterte ihm, dass sein Suiton- Baku Suishouha wohl seinen Zweck erfüllt hatte.
Es war an der Zeit, sich nun für einen Weg zu entscheiden und lustigerweise hatte man für sowas wohl immer die wenigste Zeit. Entweder er half nun seinen Anbu Kollegen oder er gab sein bisheriges Leben auf und half Kyoushi. Das war eine schwere Entscheidung und fast war Makoto gewillt zu denken, dass er solch eine gar nicht treffen wollte. Konnte es nicht einen Zwischenweg geben? Kurz überlegte er, während er die Bewohner dabei beobachtete, wie sie doch langsam das Weite suchten. Und ja! Ihm kam eine Idee, wie er es vielleicht schaffen konnte, beide Parteien nicht gar zu enttäuschen. Dafür musste er aber nun wirklich schnell und vor allem auch überzeugend handeln. Tatsu war gerade im Begriff, Kyoushi ein Jutsu auf den Hals zu jagen, die anderen hatten ihn vorerst noch immer eingekreist, bewaffnet versteht sich, auf die Reaktionen des Rothaarigen wartend. Wollten sie ihn damit etwa einschüchtern? Egal, denn bevor Tatsu sein Jutsu wirken konnte, sprang Makoto geschickt an dessen Seite und hielt eine seiner Hände fest, die Fingerzeichen geformt hatte. Was soll das?!, fragte der Maskierte aufgebracht, verstand wohl so einiges nicht recht. Er ist mein Zielobjekt, also werde ich mich auch alleine um ihn kümmern, wenn es genehm ist., kam es nur locker von Makoto und während sein Kollege nur verwundert zu den anderen starrte, gab der Weisshaarige seinem Freund mit einem Blick zu verstehen, dass er verschwinden sollte. Um den Effekt einer Verfolgung hervor zu rufen, beschwor er mit Kuchiyose no Jutsu noch seine acht Nin-Ken und gab ihnen den Befehl, in Kyoushis Richtung zu jagen, während er sich nochmals seinen Kollegen zuwand und genau das Vertrauen versprühte, dass er sich von sich selbst erhofft hatte. Ich gebe euch bescheid, wenn ich Verstärkung brauche., wies er ihnen noch mit einem ernsten Blick an und eilte dann selbst dem Nuke nach. Natürlich würde er sie nicht zur Verstärkung rufen, aber das mussten sie ja nicht unbedingt wissen.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Fr Apr 15, 2011 10:08 am

Auch wenn Inugami ihnen gegenüber keine Autoritätsperson war, so war er für die ANBU vertrauenswürdig. Für den Weißhaarigen stand zu viel auf dem Spiel, als dass er Kyoushi helfen würde. Dennoch war sein Plan riskant, Kyoushi hatte bei seinem Verschwinden selbst den alten Akesato übel zugerichtet und auch zuvor nicht unbedingt Schwäche bewiesen. Nicht ohne Grund waren sie zu viert hinter ihm her. Doch Makoto war einer der besten Freunde des Nuke gewesen, das war bekannt. Vielleicht hatte er damit einen Vorteil. Vielleicht würde Kyoushi sich ihm gegenüber anders verhalten. "Wir bleiben in der Nähe", bestimmte Hitsuji, welcher die Leitung der Mission übernommen hatte. "Du weißt, wie du uns ein Signal senden kannst", fügte er hinzu und blickte seinen Kollegen finster an.
Kyoushi war nicht weniger erstaunt als die ANBU und nur allzu schnell wandelte sich Erstaunen in Zorn. Also hatte Makoto ihn tatsächlich hintergangen? Den Bluff seines Freundes durchschaute er nicht, doch die Hunde bemerkte er und so nutzte er die Gelegenheit, um über die Dächer zu verschwinden. Es ging zwar gegen seinen Stolz, zu fliehen, doch er wusste selbst, dass er es nicht mit vier ANBU und Makoto aufnehmen konnte. Noch im Laufen ließ Kyoushi das weite Gewand hinter sich, unter welchem er praktische, unauffällige Kampfkleidung trug. Das dunkle Grün passte sich beinahe nahtlos der Umgebung an, als Kyoushi im Wald verschwand.
Soweit er es mitbekommen hatte, würden die ANBU Makoto zunächst nicht folgen. Doch sie würden wachsam bleiben. Kyoushis Nachteil war, dass er die Umgebung nicht kannte, ein Versäumnis, was er nach einiger Zeit des Laufens bitter bereute. Vor ihm erstreckte sich eine Felswand, die der Regen unerklimmbar gemacht hatte. Um zu den Seiten auszuweichen war es zu spät, Makotos Hunde hatten ihn eingeholt und umzingelt und ihr Besitzer war sicherlich nicht weit. Einmal mehr verfluchte der Rothaarige den Umstand, dass er kein Kuchiyose gelernt hatte. Ein Zivilist hätte für die Strecke zurück zum Dorf wohl gut eine Stunde gebraucht, etwas mehr als eine halbe, wenn er die ganze Zeit über rannte. Mit ein wenig Glück würden die wachsamen Augen der ANBU Makotos Zeichen auf diese Entfernung übersehen.
Gehetzt suchten Kyoushis Augen dennoch nach einem Ausweg, während die Hunde den Kreis enger zogen. Er wusste es besser, als sich mit den Nin-ken seines Freundes anzulegen, von einem Rudel Hunde angefallen zu werden war auch für ihn unschön.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Sa Apr 16, 2011 5:52 pm

Ja, er hatte es gewagt. Er versuchte hier gerade, einem Zielobjekt zur Flucht zu verhelfen und seine Kollegen zum Narren zu halten. Gut, bis jetzt ging das Vorhaben ja gut auf, auch wenn seine Kollegen meinten, sie würden trotz allem wachsam sein. Das mussten sie aber, immerhin war es ihr Job. Doch irgendwie wusste der junge Hatake, dass er es schaffen würde, seinen Freund heil aus diese Situation zu manövrieren. Flink jagte er Kyoushi und seinen Nin-Ken nach, sprang von Baum zu Baum um schneller zu sein und es dauerte doch nicht allzu lange, bis er den Rothaarigen, nun in kampftauglicher Kleidung, umzingelt von den Hunden gefunden hatte. Ach, was liebte er diese Tierchen, sie waren einfach zu nützlich und herrlich und wie sooft schickte er ein Dankesgebet zu seinem Urgroßvater, dass er ihm dies ermöglicht hatte. Leichtfüßig landete er vor der Schar, die sich ihm auftat und beobachtete kurz, wie unwohl sich Kyoushi so umzingelt von Ninjahunden fühlte.
Auftrag ausgeführt, Chef! Wir haben ihn!, meldete sich Pakkun, der Anführer seiner Nin-Ken, zu Wort und sah sein Herrchen treu an, saß mal wieder auf dem Kopf von Buru, dem größten und stärksten der Bande. Makoto nickte nur zufrieden und trat noch etwas näher ran. Gut gemacht, Jungs. Auf euch ist Verlass., lobte er sie noch, streichelte Bisuke, der sich an sein Bein schmiegte, über den Kopf und gab den Hunden dann einen weiteren Befehl. Stellt eure Spürnasen bitte auf Schnupperkurs und sagt mir Bescheid, wenn ihr einen der Anbu riecht. Daraufhin folgten einige, durcheinandergesprochene Bestätigungen, außer von Buru, der nicht reden konnte und nur nickte und schließlich sah der Jüngere wieder zu seinem Freund, lächelte, aber freundschaftlich und nicht auf boshafte Art und Weise. Scheint so, als säßes du in der Falle, mein Lieber. Aber... Kurz zögerte er, strich sich mit einer Hand durchs Haar und lachte dann leise. Aber du kannst froh sein, dass deine Verfolger mir vertrauen, immerhin sind sie meine Kollegen. Hätte er es gekonnt, hätte er wohl jetzt gezwinkert, aber sein kaputtes und immer geschlossenes Auge machte ihm das unmöglich. Ob er versteht, was ich ihm damit sagen möchte? Das ich einer von ihnen bin und ihm hiermit vorerst den Hals retten möchte?, dachte sich der Hatake und hoffte darauf, dass sein Freund ihm nun nicht böse war und ihm vorhielt, ihn hintergangen zu haben. Denn dem war ja nun einmal nicht so, auch wenn er es dem Anbu-Team vorspielen musste. Nicht nur ihnen, auch seinem Chef und der Hokage, aber das war nun schon ein anderes Thema. Da würde ihm schon etwas einfallen.
Du kannst gehen, wenn du willst. Meine Hundchen werden dir nichts tun, genauso wenig wie ich., sprach er dann nach locker aus und stellte eine Hand an die Hüfte, wartete auf die Reaktion seines alten Freundes und verlor den Glauben nicht, dass alles irgendwie schon gut werden würde.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Sa Apr 16, 2011 7:46 pm

Kyoushi funkelte Makoto an, als dieser näher kam. Das gesamte Misstrauen war zurück und hatte sich sogar noch vergrößert. Was wollte der Jüngere mit seinen Worten ausdrücken? Dass Kyoushi sich glücklich schätzen konnte, nur gegen seinen Freund zu kämpfen, statt gegen vier ANBU? Was für ein Glück. Dem Rothaarigen war es lieber, gegen vier ANBU zu verlieren als gegen seinen derzeit einzigen Freund zu gewinnen.
Doch nun bot Makoto dem Älteren an zu gehen, was diesem erst einen ungläubigen Blick und dann ein Lachen entlockte. "Bist du lebensmüde?", fragte Kyoushi mit vollem Ernst. "Wenn ich weg bin und sie dich unverletzt sehen werden sie wissen, dass du mir geholfen hast. Allein dass du es tust ist dumm genug von dir", erklärte er ehrlich. "Kein Jonin der mich gejagt hat ist unverletzt davongekommen. Die meisten hat allein der Versuch mich zu fangen in ihre Einzelteile zerlegt, Makoto. Du riskierst zu viel, wenn du mich gehen lässt." Was keinesfalls heißen sollte, dass Kyoushi mit ihm gehen würde, das machte allein sein Gesichtsausdruck deutlich.
"Der einzige Gefallen den ich dir tun kann ist dir die Wahl zu geben. Begehe die größte Dummheit deines Lebens und komm mit mir, oder kämpfe gegen mich. Es ist mein Angebot als Freund." Kyoushi wusste, was Makoto bevorstand, wenn er unverletzt und mit leeren Händen zurückkehrte. Er machte sich damit selbst zu einem Straftäter und lieferte sich zugleich selbst aus. Er gab alles auf was er hatte und erhielt dafür nicht einmal seine Freiheit. Das war es nicht wert, nicht einmal Kyoushi konnte das übergehen.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Sa Apr 16, 2011 9:49 pm

Was Kyoushi sagte war nicht einmal verkehrt, dass bezweifelte Makoto auch nicht, doch es gab noch etwas, was sie tun konnten, es musste einfach etwas geben! Gegen ihn kämpfen wollte er nicht, geschweige denn konnte er es mit seinem Gewissen vereinbaren, alles aufzugeben. Ja, es gab Dinge, die der Hatake einfach nicht einsehen wollte und an denen er sich so lange den Kopf zerbrach, bis er die für sich passenste Antwort fand. Hm, du hast also Jonin zerlegt, ja?, begann er, legte zwei Finger an sein Kinn und dachte nach. Aber ich bin kein Jonin, also würde ich mich ja auch zum Gespött machen, wenn ich allzu verletzt wiederkäme, du bist ja immerhin nur einer. Das soll jetzt nicht heißen, dass du kein ernst zu nehmender Gegner bist, denn das bist du durchaus, ich kenne dich ja. Nur normalerweise jage ich mehrere Personen gleichzeitig und komme dabei meist in einem Stück wieder nach Hause. Ernsthaft gegen dich zu kämpfen und mich vielleicht großartig verletzen zu lassen, wäre auch recht auffällig... Nachdenklich ließ sich der Weißhaarige auf einer dicken und sich noch oben biegenden Baumwurzel nieder und streichelte Pakkun, der auf seinen Schoß gehüpft war. Sag doch einfach, wir hätten ihn nicht mehr erwischen können, vermuten aber, in welche Richtung er verschwunden sein muss., schlug Akino, der Gelassenste der Hunde vor und sah Makoto durch seine Sonnenbrille an. Die Idee ist nicht einmal so schlecht, aber ich glaube schon, dass man mehr von mir erwartet, wenn ich schon so großspurig alleine losziehe., gab der Angesprochene darauf zurück und seufzte schwer und man konnte ihm richtig ansehen, wie sehr ihn dies alles bedrückte und wie schwer ihm eine Entscheidung fiel.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Sa Apr 16, 2011 9:59 pm

Kyoushi fand ebenso wenig eine befriedigende Lösung. "Dann lass uns ernsthaft kämpfen", schloss er. "Wir werden uns nicht töten. Ich werde fliehen sobald ich kann. Wenn ich aufgeben sollte oder kampfunfähig bin, werde ich mit dir mit zurückkommen. Es gibt keine Alternative. Wenn du zurückkehrst, ohne dass etwas passiert ist, habe ich die anderen vier auf dem Hals."

Der Blick des Rothaarigen war ernst und finster, doch entschlossen. Er würde seinen Freund verletzen, um ihn zu schützen, wenn es schon das einzige war, was er tun konnte. Natürlich würde er nicht freiwillig mit ihm zurückkommen. Er wusste selbst, was ihm dort blühte - und das war im besten Falle nur eine Gefängnisstrafe, im schlimmsten Falle ein Verhör. Und dass die Folter in Konoha nicht in allen Fällen abgeschafft war, das war Kyoushi bekannt. Das würde er ungern riskieren.

Ohne Furcht machte der ehemalige Chunin sich kampfbereit. In seinem Kopf geisterte lediglich eine Frage herum. Was hatte Makoto gemeint? Er war nun mehr als ein Jonin? War er etwa ANBU geworden? Dann würde dieser Kampf Kyoushi vielleicht tatsächlich in Bedrängnis bringen...
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Sa Apr 16, 2011 11:02 pm

Noch immer auf der Wurzel sitzend nickte Makoto, wenn auch nur langsam und etwas schwermütig. Du hast wohl recht, eine andere Alternative bleibt uns nicht. Aber bedenke, worauf du dich bei einem ernsthaften Gefecht einlässt... Seufzend erhob er sich, trat vor seinen Freund und zog den Ärmel seines schwarzen Pullovers nach oben, entblößte seine Anbu-Tätowierung. Ich bin selbst Anbu, nicht nur die vier, die auch nach dir jagen. Sie vertrauen mir nur, weil ich einer der besten Jäger bin und sie wissen, dass man mir einiges zutrauen kann. Nach der Erklärung zog er den Ärmel wieder nach unten, sah Kyoushi aber dann doch entschlossen an. Aber gut, machen wir es so, wie du sagtest. Wenn du kannst und das hoffe ich, dann flüchtest du. Wenn nicht, nehme ich dich mit nach Konoha, sorge aber dafür, dass nicht so harsch mit dir umgegangen wird oder versuche es zumindest. Denn egal was du auch getan hast und welche Schuld du dir schon in ihren Augen aufgehalst hast...Du wirst immer mein Freund bleiben. Mit einem sanften Lächeln, dass aber auch eine Spur Schmerz ausdrückte, verhakte er mit dem Rothaarigen die kleinen Finger wie früher und erinnerte sich sogar kurz daran, wie sie das zum ersten Mal getan hatten. Damals war es nach einem Trainingskampf gewesen. Entschlossen ging Makoto dann in Kampfhaltung über, rief seinen Hunden zu, sie sollten in Deckung gehen und ließ kurz Blitze um seine Hand züngeln. Ja, er war bereit zu kämpfen und er hoffte auf einen Kampf, der gut ausging und an den er sich immer erinnern werden könnte.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   Sa Apr 16, 2011 11:27 pm

Kyoushi begab sich ebenso in Kampfposition und seine komplette Haltung veränderte sich vollkommen, als sei er eine andere Person. Die Nähe verschwand aus seinen Augen, an ihre Stelle trat kühle Berechnung. Die Nachsicht verließ seine Züge und wurde von Konzentration und einer Spur Überheblichkeit abgelöst. Sein Körper war nicht länger aus Unwohlsein verspannt, statt dessen wirkte er wie eine Raubkatze bereit zum Sprung. Makoto war nun nicht mehr sein langjähriger Freund, sondern einer der zahllosen ANBU, die den Fehler machten, ihn zu finden.

Da der Jüngere offenbar ohne weiteres dazu in der Lage war, sein Raitonchakra in seiner Hand zu fokussieren, wollte Kyoushi den Nahkampf mit Taijutsu allein zunächst vermeiden. Statt dessen formte er in rascher Folge Fingerzeichen bis nur Augenblicke später Flammen um seine Arme und Hände züngelten und sich dort formten. Die Flammenklauen wirkten wie die Krallen einer Katze, davon abgesehen, dass sie von Kyoushis Handflächen aus etwa zwanzig Zentimeter Länge erreichten. Das komprimierte Katonchakra hatte die Konsistenz von Stahl, auch wenn man es ihm nicht ansah. Dieses Jutsu war schon Kyoushis Lehrmeister zum Verhängnis geworden, doch nach seiner Flucht hatte der Nuke es optimiert.

Mit diesen Feuerklingen als Waffe sprintete der Rothaarige auf Makoto zu und griff zugleich den rechten Arm seines Gegenübers und dessen Brustkorb an. Zwar vermied Kyoushi die wichtigen Organe, doch schmerzhaft und gefährlich würden die Wunden dennoch sein.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   So Apr 17, 2011 12:30 am

In wenigen Augenblicken nur verwandelte sich Kyoushi in den Nuke, der er nunmal war und trotz dessen erkannte Makoto auch seinen alten Freund darin und wie er früher mit ihm so manches mal trainiert hatte. Wie es sich der Hatake gedacht hatte, vermied der Rothaarige vorerst den direkten Taijutsu-Kampf und ging stattdessen mit Feuerkrallen auf ihn los, nur aber so schnell, dass Makoto nur halbwegs darauf reagieren konnte, denn soviel hätte er sich für den Anfang nicht gleich erwartet. Zwar konnte er sich etwas abwenden, dennoch traf Kyoushis Feuerkralle ihn an der Schulter und hinterließ dort einen doch recht tiefen und auch schmerzvollen Schnitt.
Autsch, das war gar nicht schlecht!, ächzte der Anbu und grinste sogar noch dabei, selbst wenn es etwas schmerzerfüllt rüberkam. Mit einem Ausweichssatz gewann er ein wenig Abstand, versuchte seine verletzte Schulter zu ignorieren und formte dann selbst Fingerzeichen. Diese Feuerkrallen waren gefährlich, aber vielleicht nütze ein Fernangriff, der ihn eventuell sogar ein wenig lähmen oder auf Trab halten konnte. Raiton: Mure no Haoto Tori no Jutsu!, rief er aus, sonderte Raiton-Chakra an die Luft ab, um es dort zu kleinen Vögeln zu formen und ließ diese Unmenge dann auf Kyoushi loszischen. Einige schienen sogar zu treffen und während der Rothaarige mit der Schar kämpfte, konnte er sich vielleicht eine bessere Strategie zurecht legen.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   So Apr 17, 2011 12:52 am

Makoto schloss Fingerzeichen und anstatt ihn anzugreifen, brachte Kyoushi weiter Abstand zwischen sich und seinen Gegner, denn er wusste, dass sein Freund zu schnell war, als dass der Rothaarige ihn von dem Jutsu abhalten konnte, was auch immer es sein würde. Und tatsächlich kam die zusätzliche Entfernung Kyoushi zu Gute, als gut drei Dutzend kleiner elektrischer Vögel in der Luft entstanden und kurz darauf auf den Nuke nieder stürzten. Es gelang Kyoushi zwar einen Großteil von ihnen zu zerstören und somit besonders seine Arme zu schützen, doch an den Beinen wurde er häufiger getroffen, sowie zwei mal am Brustkorb und schließlich am Nacken, sodass er zumindest für eine Weile deutlich eingeschränkt in seiner Bewegung war. Durch die Treffer an der Brust fiel ihm das Atmen schwer, er konnte sich zunächst nicht fortbewegen und sein Nacken war steif, was insgesamt eine ziemliche Beeinträchtigung darstellte.

Grimmig wartete der Nuke ab. Größere Katonjutsu konnte er nicht riskieren, da sie sich mitten in einem Wald befanden. Besonders dann nicht, wenn er selbst nicht weglaufen konnte. Außerdem würde ein Feuer die anderen ANBU auf den Plan rufen. Offensive Dotonjutsu hatte er nicht zur Hand und somit blieb ihm lediglich sein Tai, sowie Krallen die er schon bei sich führte. Solange ihm jedoch sein Körper nicht gehorchte musste er warten, dass Makoto ihm näher kam und ansonsten hoffen, dass er sich irgendwie gegen die eingehenden Angriffe zur Wehr setzen konnte.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   So Apr 17, 2011 8:32 pm

Es sah so aus, als hätten die Raiton-Vögel wohl Kyoushis Beine gelähmt, genauso wie seinen Nacken und auch seine Brust schien befallen zu sein, da sein Freund eindeutig schwerer atmete. Da Makoto nun doch einmal mit seinem Chakra sparen musste, da er nicht viel davon hatte, nahm er lieber Plan B. Er würde sich mit Kyoushi auf eine Ebene stellen und in den Waffen-Nahkampf wechseln. Geschickt griff er in eine seiner Hüfttaschen, um zwei Kunai hervor zu ziehen, in jede Hand nahm er eines. Um die Sache ein wenig interessanter zu machen..., erklärte sich Makoto kurz grinsend, schnellte dann nach vorne zu seinem Freund und versuchte, ihn mit schnellen und doch kräftigen Hieben Schaden zu zu fügen. Einige Male wehrte der Rothaarige die Hiebe ab, manchmal flogen die Funken nur so, wenn Krallen und Kunai aufeinandertrafen, doch trotzdem schaffte der Weisshaarige es auch manchmal, eine kleine Lücke in der Verteidigung zu finden und dem anderen dort zu schaden, meist traf er ihn an den Armen.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   So Apr 17, 2011 9:34 pm

Trotz seiner Bewegungseinschränkung kam Kyoushi seine Geschicklichkeit zu Gute, er wehrte viele der Hiebe ab und nahm kaum Schaden. Erst als die Lähmung langsam zurückging und das seltsame Gefühl ihn verunsicherte steckte er einige Treffer an den Armen ein. Schließlich machte Kyoushi einen Fehler und schätzte die Bereitschaft seiner Beine, sich zu bewegen, falsch ein. Er taumelte, fing sich zwar, aber bekam einen ordentlichen Stich in die Rippen ab. Kyoushi schlug reflexartig mit seinen Krallen nach dem Arm, der die Waffe führte, die ihn verletzt hatte. In diesem Moment wirkte er tatsächlich wie eine verwundete Raubkatze, er wusste, dass er sich bisher nicht allzu gut geschlagen hatte.

Noch während er zum nächsten Angriff überging verspürte er ein schmerzhaftes Ziehen in der Seite, die Wunde war nicht ohne und noch eine davon würde ihn vermutlich in arge Bedrängnis bringen. Auch die zahlreichen Schnitte an seinen Armen forderten langsam aber sicher ihren Tribut und seine Waffen verbrauchten stetig Chakra. Dieser Kampf würde bald enden und Kyoushi hatte nicht mehr viel Zeit, ihn für sich zu entscheiden. Eher hektisch als überlegt griff der Rothaarige den Jüngeren an, zielte auf dessen Oberkörper.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   So Apr 17, 2011 10:05 pm

Die Lähmung schien wohl langsam abzuklingen, doch der Rothaarige überschätzte wohl die momentane Belastbarkeit seiner Beine und geriet ins Taumeln, was Makoto sogleich nutzte, ihn einen Stich in die Rippen zu versetzen. Er schien ihm wohl damit etwas zugesetzt zu haben, ihm wohl auch ernsthaft weh getan zu haben, denn Kyoushi nahm alte Muster wieder an und wurde zur Raubkatzte, die nun wild nach dem Weisshaarigen ausschlug, um sich so für die zugefügte Wunde zu revanchieren. So war es nun an Makoto, in die Defensive zu wechseln, doch so schnell wie sein Freund zuschlug, konnte er nicht allem ausweichen, beziehungsweise die Hiebe blocken und wurde nicht nur an den Unterarmen, sondern sogar auch einmal, als Kyoushi fast seine Verteigdigung gebrochen hätte, an der Brust verletzt. Kurz verzerrte er etwas schmerzvoll das Gesicht und sah langsam aber sicher ein, das er mit einfacher Defensive bei der Hektik des anderen nicht weiterkam. Er musste ihn wohl erst einmal kurz in seine Schranken weisen. Da der Rothaarige ja wohl voll und ganz auf Makotos Oberkörper fixiert war, hatten seine Beine einen gewissen Spielraum und er nutzte sie, um kurz etwas zurück und ein Stück zur Seite zu weichen und dann mit einem schnellen Tritt den Älteren in die Luft zu befördern. Er selbst folgte ihm mit einem kräftigen Sprung in die Luft, drehte sich dort ein wenig und sammelte während der Drehung Kraft in seinem Bein, um Kyoushi mit einem ausholendem und mächtigen Tritt wieder gen Boden zu befördern. Wenn Seishun furu pawaa nun wirklich seinen Zweck erfüllte, müsste sein Freund ordentlich in den Boden gerammt werden.
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BeitragThema: Re: Titel des Themas   So Apr 17, 2011 10:15 pm

Und selbstverständlich erfüllte es seinen Zweck, Kyoushi lag schneller am Boden, als er gucken konnte, das Gesicht schmerzverzerrt und vorübergehend keine Luft in den Lungen. Zudem hatte der Tritt zu hoch gesessen und ihm vermutlich die ein oder andere Rippe gebrochen, er schien bei seinem Versuch zu atmen Schmerzen zu haben und durch seine bereits verwundete Seite hatte er zusätzliche Probleme, sich auch nur aufzusetzen. Seine Katonklauen lösten sich in Luft auf und er hob abwehrend die Hand. Er hatte größere Chancen zu einem späteren Zeitpunkt zu entkommen, als diesen Kampf noch für sich zu entscheiden, das wusste er. Doch ihm war anzusehen, dass diese Niederlage seinen Stolz schwer verletzte.

Eine Hand auf die Wunde gepresst rollte Kyoushi sich auf die Seite, um sich hoch zu stemmen. Erst als er sich mühsam aufgerichtet hatte, wurde ihm klar, dass er Makoto vertraute. Genug vertraute, um dem Jüngeren in seinem ohnehin schon geschwächten Zustand blindlinks den Rücken zuzuwenden. "Das war wohl nichts", murmelte er und wirkte beinahe schon niedergeschlagen. "Du solltest mir zumindest die Arme fesseln, wenn sie keinen Verdacht schöpfen sollen", fügte er hinzu und hustete schmerzhaft. Er bekam kaum Luft und wusste, dass er medizinische Hilfe benötigte.
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